Rund um die Binnenalster : Triathlon-WM bringt Hamburg neuen Olympia-Schwung

Die US-Amerikanerin Gwen Jorgensen (r) jubelt nach ihrem Sieg beim Triathlon in Hamburg.
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Die US-Amerikanerin Gwen Jorgensen (r) jubelt nach ihrem Sieg beim Triathlon in Hamburg.

Mit 10.500 Teilnehmern ist sie das größte Triathlon-Event der Welt. Die deutschen Favoritinnen schafften es leider nicht aufs Podest.

shz.de von
18. Juli 2015, 09:29 Uhr

Hamburg | Mit der Triathlon-WM in Hamburg soll die Bewerbung der Hansestadt für die Olympischen Spiele 2024 weiteren Schwung bekommen. Die Veranstaltung am Samstag und Sonntag rund um die Binnenalster und dem Rathausmarkt wurde daher einmalig in „Feuer und Flamme World Triathlon Hamburg“ umgenannt. Zu Gast ist auch die Präsidentin des Triathlon-Weltverbandes ITU, Marisol Casado. Die Spanierin ist auch Mitglied im Internationalen Olympischen Komitee IOC.

Mit 10.500 Teilnehmern ist das Spektakel der größte Triathlon-Event in der Welt. Rund 300.000 Zuschauer werden an beiden Tagen insgesamt erwartet.

Im Mittelpunkt stehen die Profi-Rennen am Samstag über die Sprintdistanz von 750 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und 5 Kilometern laufen. Die Frauen starten um 15.45 Uhr, die Männer um 17.45 Uhr. Hamburg ist die siebte von zehn Station der WM-Serie.

Die deutschen Triathletinnen haben beim Heimrennen den erhofften ersten Podiumsplatz in der diesjährigen WM-Saison verpasst allerdings. Mit der erst 19-jährigen Laura Lindemann aus Potsdam auf Rang sieben und Rebecca Robisch aus Saarbrücken auf Platz zehn schafften die Frauen der Deutschen Triathlon-Union am Samstag im siebten von zehn WM-Rennen immerhin zwei Top-Ten-Platzierungen.

Siegerin wurde auf der Sprintdistanz über 750 Meter Schwimmen in der Binnenalster, 20 Kilometer auf dem Rad und 5 Kilometer Laufen erneut Gwen Jorgensen aus den USA. Sie setzte sich vor geschätzten 150.000 Zuschauern im Sprint gegen die Britin Vicky Holland durch. Für die Weltmeisterin war es der sechste Sieg nacheinander in diesem Jahr und der elfte Erfolg in Serie saisonübergreifend. Nur in Kapstadt war die WM-Gesamtführende im April nicht am Start.

Deutscher Lichtblick war Laura Lindemann. Eine Woche nach ihrem zweiten EM-Titel bei den Juniorinnen in Genf gelang der Schülerin ihr bisher bestes WM-Rennen. Im Ziel hatte die gebürtige Berlinerin, die auch Junioren-Weltmeisterin ist, 40 Sekunden Rückstand auf Jorgensen. Lindemann überzeugte mit einer starken Schwimm-Leistung und fuhr auch auf dem Rad in der Spitzengruppe mit. Erst beim Laufen musste sie die Favoritinnen ziehen lassen.

Hinter der Zehnten Robisch war Anne Haug (Bayreuth) als 15.drittbeste Deutsche. Anja Knapp (Dettingen) wurde bei ihrer Saisonpremiere nach langer Verletzungspause 16. Hanna Philippin (Saarbrücken) kam als 26. ins Ziel, Sophia Saller (Ingolstadt/Oxford) wurde 29.

Die Veranstaltung wird am Sonntag mit der Team-WM abgeschlossen. Start ist um 16.45 Uhr. Großbritannien ist Titelverteidiger, muss allerdings auf die verletzten Olympiasieger Alistair Brownlee und dessen Bruder Jonathan verzichten. Die jeweils zwei Frauen und Männer der deutschen Staffel werden nach den Rennen am Samstag benannt. Ein deutsches Quartett um 2008-Olympiasieger Jan Frodeno hatte 2013 in der Hansestadt den Titel geholt. Die Mixed-Staffel soll 2020 zum olympischen Programm gehören.

Oberbürgermeister Ulf Kämpfer aus der Hamburger Olympia-Partnerstadt Kiel musste seinen Start absagen und wird beim Laufen von Nadine Stegenwalner ersetzt. Auch Ironman-Europameister Frodeno wird in einem Staffel-Team starten.

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