CDU-Fraktionschef: SPD kopflos zurückgelassen : Trepoll über Olaf Scholz: Hintertür zurück nach Hamburg ist zu

„Olaf Scholz will nicht mehr Bürgermeister sein“, sagte CDU-Fraktionschef André Trepoll.

„Olaf Scholz will nicht mehr Bürgermeister sein“, sagte CDU-Fraktionschef André Trepoll.

Noch ist nicht sicher, ob Hamburgs Bürgermeister wirklich nach Berlin wechselt. Doch Spekulationen über seine Nachfolge schießen bereits ins Kraut.

Avatar_shz von
08. Februar 2018, 08:12 Uhr

Hamburg | Für Hamburgs CDU-Fraktionschef André Trepoll geht die Amtszeit von Olaf Scholz (SPD) als Bürgermeister unabhängig vom Ausgang des SPD-Mitgliederentscheids zu Ende. „Die Hintertür zurück nach Hamburg ist endgültig zu. Olaf Scholz will nicht mehr Bürgermeister sein“, sagte Trepoll.

Selbst wenn das SPD-Mitgliedervotum am Ende negativ ausgehe: „Hamburg braucht keine wochenlange Hängepartie, sondern jetzt einen Bürgermeister, der sich wieder um die Probleme der Stadt und nicht um die Probleme der SPD kümmert.“ Scholz lasse die SPD in Hamburg kopflos zurück, sagte Trepoll.

Scholz wird in einer Koalition mit der Union als Bundesfinanzminister und Vizekanzler gehandelt. Dafür muss aber die SPD-Basis bis zum 2. März Ja zum Koalitionsvertrag mit der Union sagen.

Andreas Dressel als aussichtsreicher Kandidat

Scholz selbst hatte sich am Mittwoch nicht zu seiner persönlichen Zukunft geäußert. Die Hamburger SPD und die SPD-Bürgerschaftsfraktion betonten, vor möglicherweise anstehenden Personalfragen den Ausgang des Mitgliederentscheids abwarten zu wollen.

„Sollten sich aus einem positiven Votum und der Kabinettsbildung in Berlin Nachfolgefragen in Hamburg stellen, werden wir zur gegebener Zeit solidarisch und gemeinschaftlich in Partei und Fraktion einen Personalvorschlag unterbreiten“, sagte SPD-Fraktionschef Andreas Dressel, der im Falle eines Scholz-Weggangs nach Berlin als aussichtsreicher Kandidat auf das Bürgermeisteramt gilt.

Neben Dressel wurden zuletzt auch Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit, Sozialsenatorin Melanie Leonhard, die Bundestagsabgeordnete Aydan Özoguz und Innensenator Andy Grote als mögliche Scholz-Nachfolger genannt. In Medien wurde nun auch der frühere Hamburger Sozialsenator Detlef Scheele, aktuell Chef der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg, ins Spiel gebracht.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen