Tierpark in Hamburg : Trauer bei Hagenbeck: Auch zweites Tigerbaby ist tot

Endlich gab es bei den Sibirischen Tigern im Hamburger Tierpark wieder Nachwuchs. Jetzt sind beide Tiere gestorben.

shz.de von
29. Mai 2015, 17:25 Uhr

Hamburg | Im Hamburger Tierpark Hagenbeck ist auch das zweite der Anfang Mai geborenen Tigerbabys gestorben. „Zu unserem großen Bedauern hat es auch der zweite Tigerwelpe nicht geschafft“, erklärte am Freitag die Tierärztin Adriane Prahl laut einer Mitteilung des Zoos.

Erstmals nach 13 Jahren hatten Maruschka und ihr Partner Lailek dem Hamburger Tierpark Nachwuchs bei den Sibirischen Tigern beschert. Zwei gesunde Welpen wurden am 5. Mai geboren.

Das erste Baby der Sibirischen Tiger war bereits zwei Wochen nach der Geburt am 5. Mai tot in der Wurfbox entdeckt worden.

Die größte Katze der Welt mal ganz niedlich: Lailek und Maruschka, fotografiert im März 2015 im Tierpark Hagebeck.
Foto: Imago/Strussfoto
Die größte Katzenart der Welt mal ganz niedlich: Lailek und Maruschka, fotografiert im März 2015 im Tierpark Hagenbeck.
 

Es sei schwierig, die Todesursache bei dem Tigerwelpen zu finden, hieß es. Niemand betrete die Wurfbox mit dem Muttertier, es könne nur über einen Monitor beobachtet werden. „Das Jungtier wirkte kräftig und munter, auch getrunken hat es ausreichend“, erklärte Prahl.

Für Tigerin Maruschka war es nach Angaben von Hagenbeck der erste Wurf, und sie habe sich vorbildlich um die Jungtiere gekümmert. Die Sterblichkeitsrate bei Tigerbabys im ersten Lebensmonat sei allerdings sehr hoch, ein sogenannter Probewurf nicht unüblich. Maruschka gehe es jedoch gut. Sie und ihr Partner Lailek würden sich in den nächsten Wochen wieder gemeinsam im Außengehege zeigen.

Ebenfalls am Freitag berichtete der Tierpark vom Tod eines fünf Wochen alten Leopardenbabys. Laut „Bild“-Zeitung hat die Leopardenmutter das tote Jungtier am Donnerstag halb aufgefressen, bei dem es zuvor womöglich zu einer Infektion oder einem Organschaden gekommen sein könnte, wie der Tierpark berichtete.

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