Berufungsprozess in Norwegen : Tote Hamburgerin: Gericht spricht Ehemann für Fjord-Mord schuldig

Der 35-Jährige hatte das erste Urteil angefochten. Er soll seine Frau vor ihrem Tod auch vergewaltigt haben.

shz.de von
11. Mai 2015, 16:47 Uhr

Stavanger | Im Fall des Mordes an einem Fjord hat ein norwegisches Gericht den Mann der getöteten Deutschen für schuldig befunden. Die Richter kamen am Montag im Berufungsprozess zu dem Schluss, dass der 35-Jährige seine Frau vor ihrem Tod auch vergewaltigte. Das bestreitet der deutsche Auswanderer. Die Deutsche war mit ihrer Familie vor fünf Jahren aus der Nähe von Hamburg nach Norwegen gezogen.

Schon im ersten Prozess hatte der Mann zugegeben, die zweifache Mutter vor einem Jahr im gemeinsamen Haus der Familie erwürgt und ihre Leiche anschließend in 70 Metern Tiefe im Lysefjord versenkt zu haben. Dafür war er zu einer Haftstrafe von 21 Jahren verurteilt worden.

Der 35-Jährige hatte erklärt, seine depressive Frau habe sich den Tod gewünscht. Darum habe er das Urteil angefochten.

Nach Überzeugung der Richter handelte er dagegen aus Eifersucht auf eine Internetbekanntschaft seiner Frau. Für den neuen Mann wollte sie sich demnach trennen und mit den kleinen Kindern zurück nach Deutschland ziehen. Ein Strafmaß wollten die Richter in den kommenden Tagen festlegen.

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