Nach Leichenfund am Elbufer in Geesthacht : Tote Frau trug auffälliges Babyfuß-Tattoo

Die am Elbufer bei Geesthacht gefundene Leiche ist noch nicht identifiziert.
Die am Elbufer bei Geesthacht gefundene Leiche ist noch nicht identifiziert.

Nach der Obduktion steht fest: Die Frau kam gewaltsam zu Tode. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen eines Tötungsdelikts.

shz.de von
06. Mai 2015, 15:39 Uhr

Geesthacht | Die Frau, deren Leiche am Elbufer in Geesthacht gefunden wurde, ist Opfer einer Gewalttat geworden. Die Obduktion habe ergeben, dass sie durch stumpfe Gewalt auf den Oberkörper getötet wurde, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die Identität der Toten ist bislang ungeklärt. „Noch ist nicht klar, woher die Frau stammt, ob aus Deutschland oder aus dem europäischen Ausland“, sagte Polizeisprecherin Anett Dittmer. Erst wenn die Polizei weiß, um wen es sich bei dem Opfer handelt, kann gezielt nach dem Mörder gesucht werden. Der dürfte wegen der langen Liegezeit einen Vorsprung vor den Ermittlern haben. Nach dem Obduktionsergebnis könne die Unbekannte bereits vor mehreren Wochen zu Tode gekommen sein, sagte die Polizeisprecherin.

Am Montag fand ein Spaziergänger in Geesthacht am späten Nachmittag eine Leiche. Gegen 17.15 Uhr entdeckte ein Spaziergänger an der Elbuferstraße einen großen blauen Müllsack, der halb unter einem Gebüsch lag. Die hinzugezogene Polizei stellte fest,dass sich darin ein weiblicher Leichnam befand. Der Fundort, nahe des Atomkraftwerks Krümmel, wurde weiträumig abgesperrt.

Die Leiche wurde in der Nacht zum Dienstag geborgen. Polizisten sicherten an der von der Feuerwehr ausgeleuchteten Fundstelle stundenlang Spuren, ehe die Leiche zur weiteren Untersuchung in die Gerichtsmedizin nach Lübeck gebracht wurden. Die Polizei ging nach einer ersten Untersuchung bereits von einem Tötungsdelikt aus und hatte deshalb die Kriminaltechniker für die Spurensicherung aus Lübeck angefordert.

Der zerfledderte Zustand des Müllsacks deutet darauf hin, dass er schon längere Zeit im Freien lag. Möglicherweise wurde er nicht vom Parkplatz aus dort abgelegt, sondern durch das Frühjahrshochwasser der Elbe angespült. Der Bewuchs, unter dem der Sack am Ufer lag, war erst kürzlich geschnitten worden, sodass der Sack erst jetzt auffallen konnte.

Gegen 23 Uhr wurde der Müllsack schließlich von den Kriminaltechnikern geborgen, gegen 0.20 Uhr holte ein Bestatter die Leiche ab. Die Lübecker Bezirkskriminalinspektion hat die Ermittlungen aufgenommen.

Die bisherigen Erkenntnisse: Die getötete Frau war zwischen 25 und 40 Jahre alt. Sie war etwa 152 Zentimeter groß und wog 57 Kilogramm. Sie hatte etwa 30 Zentimeter lange rot-braune Haare und Tätowierungen. „Auffällig sind Tätowierungen an ihrem rechten Knöchel, ein asiatisches Schriftzeichen, und an ihrem linken Unterarm das Bild eines Babyfußes mit der Jahreszahl 2010“, berichtet Polizeisprecherin Anett Dittmer.

Als körperliches Merkmal gilt eine größere Warze mittig auf ihrem Rücken. Die Frau trug neben einem Armband mit transparent-rosafarbenen Steinen noch zwei Ohrringe und ein Bauchnabelpiercing – jeweils mit blauen Steinen.

Die Polizei hofft jetzt, über die Veröffentlichung von Informationen über die Leiche, Hinweise aus der Bevölkerung zur Identität der Toten zu bekommen. Hinweise nimmt die Polizei Lübeck unter der Rufnummer 0451-1310 entgegen.

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