Unfall in Glinde : Tod nach Sturz in Regenrückhaltebecken – Staatsanwaltschaft ermittelt

Die beiden Jungen konnten zunächst aus dem Wasser gerettet werden. Sie starben in einer Klinik.
Die beiden Jungen konnten zunächst aus dem Wasser gerettet werden. Sie starben in einer Klinik.

Zwei Kinder sterben, nachdem sie ins Wasser gerieten. Nun sollen die Umstände analysiert werden.

shz.de von
13. August 2018, 16:12 Uhr

Hamburg | Nach dem Ertrinken von zwei Kindern am vergangenen Freitag in einem Regenrückhaltebecken bei Hamburg sucht die Kriminalpolizei Reinbek weiter nach der Unglücksursache. Mittlerweile beschäftige sich auch die Staatsanwaltschaft mit dem Fall, sagte eine Polizeisprecherin am Montag.

Die Ermittler gehen der Frage nach, wie die Sicherheitslage am Unglücksort war und wie das Gelände um das Wasserbecken nahe eines Hotels in Glinde (Kreis Stormarn) möglicherweise hätte gesichert werden müssen. Auch gehe es um die genauen Abläufe, die zum Tod der Kinder geführt haben. Dazu werden die Ermittler vor allem die aus ganz Europa stammenden Teilnehmer des Gottesdienstes befragen, wie Ulla Hingst von der Staatsanwaltschaft Lübeck sagte.

Die beiden Jungen im Alter von fünf und sechs Jahren waren am Freitag von einem Gottesdienst ausgebüxt. Mitglieder der christlichen Gemeinschaft konnten sie zunächst aus dem Wasser retten, die Kinder starben jedoch wenig später im Krankenhaus. Die Ränder des Beckens fallen hinter Büschen steil ab und sind mit einer möglicherweise rutschigen Folie bedeckt. Das Wasser ist nach Angaben der Feuerwehr am Rand nur etwa einen halben Meter tief, in der Mitte aber zwei Meter.

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