Virus im Hamburger Zoo : Tierpark Hagenbeck: Auch Elefantenkuh Anjuli an Herpesvirus erkrankt

Der verstorbene Elefantenbulle Kanja (rechts) und die nun erkrankte Anjuli im Juni 2016.

Der verstorbene Elefantenbulle Kanja (rechts) und die nun erkrankte Anjuli im Juni 2016.

Blutuntersuchungen haben den Verdacht bestätigt. Der Zustand des Elefanten ist kritisch. Ärzte kämpfen um Anjulis Leben.

shz.de von
12. Juni 2018, 16:50 Uhr

Hamburg | Nach dem Tod des Elefanten Kanja im Tierpark Hagenbeck ist ein zweites Tier aus der Elefantenherde an dem gefährlichen Herpesvirus EEHV1 erkrankt. Dies hätten Blutuntersuchungen bestätigt, teilte der Zoo am Dienstag mit. Dabei handelt es sich um Anjuli, die dreijährige Tochter von Elefantenkuh Yashoda.

Ihr Zustand sei kritisch, man tue alles menschenmögliche für das Tier. Zurzeit seien Tierärzte damit beschäftigt, Anjuli bestmöglich zu behandeln und befinden sich dazu auch in ständigem Austausch mit Spezialisten für das Elefanten-Herpesvirus.

„Wir hoffen, noch eine Verbesserung ihres Zustandes erreichen zu können“, hieß es. Eine Gefahr für Menschen gehe von dem rein auf Elefanten spezialisierten Virus nicht aus. Wenn diese Form des Herpes bei Elefanten ausbricht, werden nach Angaben des Zoos innerhalb kürzester Zeit die inneren Organe derart vom Virus geschädigt, dass das Herz-Kreislaufsystem der Tiere zusammenbricht und sie tot umfallen.

Der zweieinhalb Jahre alte Elefantenbulle Kanja war am vergangenen Mittwoch „ohne weitere Alarmzeichen in der Elefantenhalle“ zusammengebrochen und gestorben, hieß es von Seiten des Zoos. Seit 1988 seien in europäischen Zoos etwa 30 Elefanten an Herpes gestorben.

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