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Kommentar : Tickets für die Elbphilharmonie: Chancengleichheit geht anders!

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Aus der Onlineredaktion

Das Konzerthaus ist mit der geänderten Verfahrensweise beim Kartenverkauf zufrieden. Redakteur Soenke Schierer nicht.

Hamburg | Ein Heimvorteil für die Menschen in der Region sollte das neue Vergabeverfahren der Elbphilharmonie-Tickets sein. Schöne Idee! So wie auch die Idee verschiedener Bestell- und Verkaufswege, um möglichst vielen Menschen zu ermöglichen, an Eintrittskarten zu kommen. Was Montag aber wirklich geschah, ging ja wohl nach hinten los.

Wieder standen Hunderte vergeblich in langen Schlangen. In Elmshorn blieb der Rollladen einer Vorverkaufsstelle gleich ganz unten. „Über 1000 Vorbestellungen wollen gesichtet und organisiert werden“, so der Hinweis. Wie? Da gibt es einen Verkaufsstart und dann lassen sich doch schon Vorbestellungen aufgeben? Und wo ist da die Chancengleichheit? Was ist mit Onkel Willi, der kein Internet hat? Und wozu gibt es dann überhaupt Verkaufszeiten?

Drei Veranstalter organisieren Konzerte in Hamburgs „Stadthalle 4.0“. Und jeder kocht sein eigenes Vorverkaufssüppchen. Wahnsinnig kundenfreundlich! Die Chancengleichheit wird nicht erhöht, wenn durch verschiedene Verkaufsmodelle nichts als Verwirrung entsteht. Es scheint vielmehr zu gelten: Wer das Rätsel um die Verkaufswege zuerst löst, hat die besten Chancen.

Sorry, aber das kann es doch wohl nicht sein. Veranstalter hin oder her − hoffentlich klappt’s irgendwann mit einer zentralen Vorverkaufsplattform. Klar – auch dann würde gemeckert, weil irgendwer dieses oder jenes nicht kann. Aber wenigstens wären die Spielregeln für alle von Beginn an klar. Quasi chancengleich!

 

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erstellt am 13.Jun.2017 | 18:38 Uhr

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