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Hamburg-Rotherbaum : The Fontenay – „Deutschlands bestes Hotel“

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Noch eine Baustelle: Im Herbst soll Eröffnung sein. Das einfachste Zimmer kostet dann 350 Euro pro Nacht.

shz.de von
erstellt am 17.Feb.2017 | 08:38 Uhr

Hamburg | Die Latte könnte nicht höher liegen. Das „beste Hotel Deutschlands und eines der besten Europas“ wolle er an der Hamburger Außenalster errichten, hatte Klaus-Michael Kühne gesagt, als er den Bau des The Fontenay 2013 ankündigte. Eine „Hommage“ an seine Geburtsstadt sei das Projekt, in das er mehr als 100 Millionen Euro investiert.

Da der Bau nun dem Ende entgegen geht, wird klar: Das „Fünf Sterne Superior“-Haus strotzt tatsächlich vor Extravaganz, Eleganz und Luxus. Der Innenausbau läuft auf Hochtouren, im Herbst soll Eröffnung sein. Bei einem Baustellenbesuch gewährt Sales- und Marketing-Direktorin Stefanie Brückner Einblick in die ganz besondere Nobelherberge.

Schon der Standort ist erstklassig. Das Fontenay liegt in Rotherbaum, dort wo einst das Hotel Interconti stand. Kühne ließ den Altbau abreißen und die Architekten Störmer, Murphy und Partners ein achtgeschossiges Gebäude mit geschwungener Silhouette entwerfen. Zu der Kreisform hat sich Jan Störmer von Feng Shui inspirieren lassen.

Das 27 Meter hohe Atrium reicht vom Erdgeschoss bis in sechsten Etage.
Das 27 Meter hohe Atrium reicht vom Erdgeschoss bis in sechsten Etage. Foto: The Fontenay Hamburg
 

„Es gibt im ganzen Haus keine gerade Wand“, erklärt Stefanie Brückner. Alle Linien sind sanft geschwungen. Überhaupt: Das Hotel kommt bewusst unkonventionell daher. „Wir werden keine klassische Rezeption haben“, erklärt die Sales-Chefin beim Gang ins Foyer. Gäste werden an Schreibtischen empfangen. Die Wand im hinteren Bereich erhält eine Verkleidung aus weißem Onyx.

Nach rechts fällt der Blick ins Atrium, das sich mit seinen dezent beleuchteten Facetten imposante 27 Meter nach oben zieht. Diese Offenheit und Helligkeit sei Teil der Hausphilosophie. Das gilt auch für die 131 Zimmer und Suiten. 131 Mal Wohnen auf allerhöchstem Niveau, so der Anspruch. Von der Stange ist hier nichts. Die Gästeräume sind nicht quadratisch, sondern trapezförmig geschnitten – unkonventionell eben. Sie alle bieten Sicht nach draußen, die meisten zur Außenalster. Durch bodentiefe Fenster öffnet sich der Blick über das Wasser zu den Kirchtürmen der City bis zur Elbphilharmonie. Alle Zimmer haben Balkon.

Noch wird an allen Ecken gewerkelt, doch ein Musterzimmer ist fertig. Den Stil beschreibt Brückner als „Modern Classic“. Die Möbel sind von renommierten Designern erschaffen und maßangefertigt. Den Boden ziert ein spezielles Parkett: Das helle Eichenholz stammt aus der französischen Abtei Fontenay. Die Kleiderschränke sind begehbar, die Bäder aus Naturstein. Überall ist Hightech inklusive – vom Riesenflachbildschirm bis zur beheizbaren WC-Brille. Und wenn der Gast nachts den Fuß aus dem Bett setzt, schaltet sich automatisch ein Orientierungslicht ein.

Das einfachste dieser Deluxe-Zimmer mit 43 Quadratmetern kostet 350 Euro pro Nacht. Den Preis der 200-Quadratmeter-Präsidentensuite verrät die Managerin nicht. Gerüchte wollen von 9000 Euro wissen.

Man muss nicht einchecken, um ins Fontenay zu kommen. Nicht nur die Gastronomie ist der Öffentlichkeit zugänglich, sondern auch der üppige Spa-Bereich im 6. Stock. Der 20-Meter-Pool über den Dächern Hamburgs liegt zum Teil im Freien.

Im Hotel wird es zwei Restaurants geben. Eines auf der 7. Etage - und das mit doppelt grandiosen Aussichten: Nicht nur schweift das Auge besonders weit über die Stadt, auch wird dort ein Sternekoch das Regiment führen. Der Name ist noch geheim.

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