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Hamburg : Tennisarena am Rothenbaum soll abgerissen werden

vom
Aus der Onlineredaktion

Hamburg würde durch den Abriss des altehrwürdigen Stadions um eine Attraktion ärmer. Eine kleinere Arena soll gebaut werden.

shz.de von
erstellt am 28.Apr.2016 | 11:24 Uhr

Hamburg | Für die Tennisarena im Hamburger Stadtteil Rothenbaum hat wohl das letzte Stündlein geschlagen: Die Sportstätte von 1896 soll abgerissen werden. Das berichtet das Hamburger Abendblatt. Letztendlich entschieden ist das aber noch nicht.

Der Erhalt der Tennisarena ist spätestens gefährdet, seit in 2009 das alljährlich ausgetragene Herrenturnier von der Association of Tennis Professionals (ATP) degradiert wurde. Vorher war es Bestandteil der Masters-Serie der ATP  - es wurde gerne als Aufwärmturnier für die French Open genutzt. Durch die Herabstufung verlor das Turnier für viele topplatzierte Spieler jedoch an Reiz, weil es nun nur noch zur ATP World Tour 500 gehört und nicht mehr vor den French Open im Mai, sondern erst im Juni ausgetragen wird.

Der geplante Abriss der Tennisarena hänge zusammen mit der gescheiterten Bewerbung Hamburgs für die Olympischen Spiele 2024, heißt es in dem Abendblatt-Artikel. In dem vom Senat beim Planungsbüro Albert Speer & Partner in Auftrag gegebenen Masterplan „Active City“ würden Sportprojekte, die für Olympia geplant waren, zusammengefasst, noch 150 von ehemals 900 sollten realisiert werden. Dazu gehöre, dass Sportstätten saniert, umgebaut oder erweitert würden. Doch für das Tennisstadion gibt es anscheinend keine Zukunft.

Die notwendige Sanierung der Anlage sei zu teuer und lohne sich für ein Herrentennisturnier der dritten Kategorie nicht, schreibt das Abendblatt. Die Planer würden vorschlagen, die anderweitigen Vorhaben des Clubs an der Alster, der Pächter des Geländes am Rothenbaum ist, zu unterstützen. Demnach sollte die alte Tennisarena mit 13.200 Plätzen abgerissen und stattdessen ein neues Stadion mit Kapazitäten für 7000 Zuschauer gebaut werden. Von Club-Chef Eiko Rott heißt es auf Nachfrage: „Es gibt keine Entscheidung zum jetzigen Zeitpunkt.“ Man befinde sich in Gesprächen dazu mit dem Deutschen Tennisbund. Grundsätzlich sollte der Standort Rothenbaum „gesichert werden“.

Für das Vorhaben Abriss/Neubau müssten auch der Bebauungsplan geändert und die Anwohner mit in die Planungen einbezogen werden. Im Mai wird der Senat über das Konzept beraten.

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