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Hamburg : Tennis-Court am Rothenbaum soll Allianz-Arena werden

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Für die sanierungsbedürftige Anlage ist ein Neubau geplant. Die Allianz wird Sponsor und sichert sich die Namensrechte.

shz.de von
erstellt am 26.Apr.2017 | 19:23 Uhr

Hamburg | Nun bekommt wohl auch Hamburg seine Allianz-Arena. In München ist der Versicherungskonzern Namenssponsor für die Heimspielstätte des FC Bayern, nun hat er sich an der Elbe die Namensrechte für ein geplantes neues Tennisstadion am Rothenbaum gesichert.

Der „Allianz-Court“ für mindestens 7500 Zuschauer soll Herzstück eines ganzen Sportparks auf dem Gelände des Clubs an der Alster werden. „Wir sehen uns nicht nur als Namensgeber, sondern eröffnen dem Club, Teil einer internationalen Sportfamilie zu werden“, sagte Manfred Boschatzke, Direktor Marke & Sponsoring der Allianz Deutschland, am Mittwoch bei der Bekanntgabe der Partnerschaft. Wie viel Geld der Konzern investiert, ließen die Verantwortlichen offen.

Mit dem Engagement von Allianz erhalten die ambitionierten Pläne für das Tennisstadion und den Sportpark kräftigen Rückenwind. Der Club an der Alster will die in die Jahre gekommene Alt-Arena mit ihren 13.200 Plätzen durch einen kleineren Neubau auf dem Gelände ersetzen, der aber weiterhin Turniere der ATP-Weltserie ermöglicht. Ziel ist es, das Stadion deutlich häufiger zu nutzen als das bisherige, das 50 Wochen im Jahr leersteht. Zudem sollen auf dem Areal an der Hallerstraße weitere Tennisplätze, zwei bundesligataugliche Hockeyfelder sowie eine Tiefgarage entstehen. Die Kosten dürften im zweistelligen Millionenbereich liegen. Einen Teil davon will der Club über den Verkauf seines Vereinsgeländes in Hamburg-Wellingsbüttel finanzieren.

Der Rothenbaum solle einer der wichtigen Standorte in der Sportstadt Hamburg sein, sagte Alster-Clubchef Thomas Wiedermann. Die Zusammenarbeit mit Allianz sei langfristig angelegt und umfasse mehr als die Namensrechte. Das Unternehmen beteiligt sich demnach unter anderem auch am Aufbau einer Nachwuchs-Sportakademie mit den Schwerpunkten Tennis und Hockey. Beide Seiten unterzeichneten eine Kooperationsvereinbarung auf zehn Jahre, die ab 2020 laufen soll.

Noch ist der genaue Zeitplan für das ambitionierte Großprojekt allerdings offen. Frühestens 2019 könnte der Neubau beginnen, erst danach ist der Abriss der alten Betonschüssel geplant. Wiedermann versicherte, dass der Club an der Alster außer seinen Vereinsmitgliedern auch die Anwohner in dem dichtbebauten Quartier in den Entscheidungsprozess einbeziehen will.

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