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Anstoss – Die HSV-Kolumne : Talente mit Perspektive stehen für den Wandel

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bringt der Nachwuchs auch langfristig die Wende? Autor Lars Zimmermann über die Jugendarbeit beim HSV.

shz.de von
erstellt am 26.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Hamburg | Ashton Götz, Matti Steinmann, Tolcay Cigerci, Ahmet Arslan, Gideon Jung – Namen, die bisher vor allem denen ein Begriff sein dürften, die sich für den Fußball in der Regionalliga Nord interessieren. Also nicht sonderlich vielen. Diese Talente haben den Spielern, die in den vergangenen Jahren in der zweiten Mannschaft des Hamburger SV aktiv waren, allerdings eins voraus: Sie haben Perspektive.

Die brach liegende Nachwuchsarbeit war in den vergangenen Jahren, wenn nicht sogar Jahrzehnten, eines der Hauptprobleme des HSV. In den Profikader haben es Talente vermutlich eher trotz als wegen der Förderung im Verein geschafft. Die zweite Mannschaft stand kurz vor dem Abstieg in die Oberliga und war Spielwiese für lustlose Profis und hoffnungslosen Nachwuchs.

Nun führen die „Rothosen“ überraschend in der Regionalliga und bieten teilweise Zauberfußball. Einige Spieler haben sogar schon ihre Bundesligapremiere gefeiert  – und auch da überzeugt. Sicherlich wird der Bundesliga-Dino nur mit seinen Talenten allein nicht sofort die Fußballwelt aus den Angeln heben können. Aber das gelingt auch nicht mit Spielern wie van der Vaart, Westermann, Ilicevic, Kacar und Janssen. Deren Verträge laufen im kommenden Jahr aus und dürften größtenteils nicht verlängert werden.

Dadurch werden die Gehaltskosten um mehrere Millionen Euro gesenkt, und es kann endlich der Aufbau einer Mannschaft mit Zukunft beginnen. Das war aufgrund der teuren Altlasten vor dieser Spielzeit nur begrenzt möglich.

Um die überbezahlten Altstars zu ersetzen, braucht der HSV nicht einmal groß einzukaufen, sondern kann auch auf die eigenen Talente bauen. Das wäre der beste Beweis dafür, dass sich im Verein wirklich etwas verändert hat.

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