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Chaos Communication Congress 2016 : „Syrian Archive“: Datenbank über Menschenrechtsverletzungen in Syrien vorgestellt

vom

Über 2200 verifizierte Fälle in Wort und Bild wurden bislang gesammelt – als Dokumentation des Grauens.

shz.de von
erstellt am 28.Dez.2016 | 13:38 Uhr

Hamburg | Menschenrechtsaktivisten haben beim Chaos Communication Congress in Hamburg eine Datenbank zur Dokumentation von Gräueltaten in Syrien vorgestellt. Bislang seien mehr als 2200 verifizierte Vorfälle erfasst worden, sagten die Projektverantwortlichen Hadi al Khatib und Jeff Deutch am Mittwoch. Ziel sei es, die Menschenrechtsverletzungen für Wissenschaftler und für mögliche internationale Ermittlungen festzuhalten.

Der Chaos Communication Congress ein mehrtägiges, vom Chaos Computer Club (CCC) ausgerichtetes Treffen der internationalen Hackerszene. Bei der diesjährigen Veranstaltung im Hamburger Kongresszentrum werden rund 12.000 Teilnehmer erwartet. Bis zum 30. Dezember widmet sich der Kongress in zahlreichen Vorträgen und Workshops neben aktuellen Problemen wie Cyberangriffen oder Datenklau auch dem Thema Rechtspopulismus, zu dem mehrere Vorträge angesetzt sind.

Mit dem „Syrian Archive“ sei eine zentrale Plattform entstanden, um die bislang verstreut verfügbaren Berichte und Videos an einem Ort verfügbar zu machen, erklärten die Aktivisten. Zahlreiche Videos oder Beiträge in sozialen Netzwerken seien inzwischen auch gelöscht worden, möglicherweise auf Betreiben staatlicher Stellen. Daher sei jetzt besonderes Augenmerk auf das Backup der gesammelten Daten gelegt worden. Das Projekt arbeitet unter anderem mit den Vereinten Nationen, Human Rights Watch, Amnesty International und syrischen Journalisten zusammen.

Hier geht es zum 33C3-Live-Stream.

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