Hamburgisches Weltwirtschaftsinstitut : Studie: Hamburger Flughafen für Region unverzichtbar

Flugzeuge auf dem Hamburg-Airport „Helmut Schmidt“ in Fuhlsbüttel.
Flugzeuge auf dem Hamburg-Airport „Helmut Schmidt“ in Fuhlsbüttel.

Mindestens 6500 Jobs in HH hängen mit dem Flughafen zusammen. Gäste lassen mehr als eine Milliarde Euro in der Stadt.

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07. September 2017, 16:32 Uhr

Hamburg | Der Airport Hamburg ist für die Stadt und das Umland ein regelrechter Wohlstandsmotor. So die Quintessenz einer Studie des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) zur regionalwirtschaftlichen Bedeutung des Flughafens Helmut Schmidt. Der internationale Airport in Fuhlsbüttel stelle für die gesamte Region „einen unverzichtbaren Standortfaktor“ dar, bilanzierte HWWI-Geschäftsführer Henning Vöpel bei der Vorstellung der Erhebung, die vor allem die Beschäftigungs- und Wertschöpfungseffekte betrachtet.

Laut den Autoren hängen allein in der Stadt Hamburg „mindestens 6500 Jobs“ direkt und indirekt an der Tätigkeit der Flughafen GmbH (FHG). Ein Arbeitsplatz am Airport sichert demnach durchschnittlich weitere 1,8 Arbeitsplätze in der Hansestadt. Während die FHG selbst knapp 800 Menschen beschäftigt, sind es bei ihren Tochtergesellschaften wie den Bodenverkehrsdiensten 1200 sowie knapp 1000 bei Sicherheitsdiensten. Einschließlich der Lufthansa-Technik-Werft erhöht sich die Zahl der Arbeitsplätze auf mindestens 15.000.  

Die jährliche Bruttowertschöpfung des Airports beziffern die Experten auf mehr als eine halbe Milliarde Euro. Vöpel: „Jeder Euro Wertschöpfung am Flughafen erzeugt zwei Euro Wertschöpfung in Hamburg.“ Noch deutlich größere „Wohlfahrtseffekte“ schaffe der Flugbetrieb, weil er die Region gut erreichbar mache, für Geschäftsleute wie für Touristen. Einfliegende Gäste erzeugen demnach eine Nachfrage von jährlich 1,3 Milliarden Euro in der Elbmetropole. FHG-Geschäftsführer Michael Eggenschwiler: „Es ist unser Auftrag, dem Anspruch für den Standort gerecht zu werden.“

Die Aussichten für weiteres Wachstum beurteilt die Studie positiv. Derzeit liege das Expansionstempo am fünftgrößten Airport hierzulande über dem Bundesdurchschnitt. Auch im Vergleich zu den regionalen Konkurrenten Hannover und Bremen weist Hamburg ein höheres Wachstumstempo auf.

Die FHG hat die Studie vor dem Hintergrund wachsender Kritik an dem citynahen Airport in Auftrag gegeben. Fluglärminitiativen und Umweltschützer versuchen mittels einer Volkspetition, Spätflüge nach 22 Uhr zu unterbinden. Kritiker sehen den Airport an seinen Grenzen angekommen und fordern einen Wachstumsstopp.

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