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Wettbewerb in Hamburg : Studenten-Projekt plant Holz-Hostel auf dem Dach des „Docks“

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Kühne Vision für ein hölzernes Hostel auf dem Dach des Musikclubs in St.Pauli. Die Idee wird aber keine Realität.

shz.de von
erstellt am 13.Jul.2017 | 18:47 Uhr

Hamburg | Einstweilen ist es nur eine Vision - aber eine beeindruckende: Studenten haben im Auftrag der Umweltbehörde Entwürfe für ein hölzernes Hostel auf dem Dach des „Docks“ am Spielbudenplatz vorgelegt. Der Siegeridee im Wettbewerb „Holz on top“ zeigt einen begehbaren, tribünenartigen Aufbau für den Musikclub direkt neben dem Klubhaus St. Pauli mit der markanten Medienfassade.

Der prämierte Entwurf (Juryname: „Sambadrom“) stammt von Dimitrios Traianos und Christian Behrens von der HafenCity Universität in Hamburg. Ihr Aufbau schiebt sich über die Fassadenlinie hinweg zur Reeperbahn vor, die Außenseite ist als treppenartige Dachterrasse gestaltet, von der aus Besucher das Treiben auf dem Kiez verfolgen können.

Beiträge kamen auch auf von Architektur-Studierenden der Fachhochschule Lübeck sowie der Hochschule 21 in Buxtehude. Wettbewerbsaufgabe war es, dem viergeschossigen „Docks“ ein „einfallsreiches, nutzungsreiches“ Dach aufzusetzen. Einzige Bedingung: Es musste aus Holz sein, um zu zeigen, welche Vorteile der Baustoff im innerstädtischen Wohnungsbau hat. Die Entwürfe sind noch bis Samstag in der Europapassage zu sehen.

„Wir wollen mit dem Wettbewerb den Baustoff Holz in Hamburg bekannter machen und dessen Vielfalt zu zeigen“, sagte Amtsleiter Hans Gabanyi von der Umweltbehörde. Hamburgs Ziel sei es, „Bauherren zu bewegen, mehr Holz im Wohnungs- und Nichtwohnungsbau zu verwenden, zumal das Bauen mit Holz neuerdings auch von der Stadt gefördert wird“, so Gabanyi. Holz darf künftig im Stadtstaat auch für Bauvorhaben mit einer Höhe von bis zu 22 Metern genutzt werden, entsprechend sechs bis sieben Stockwerken.

Einen dicken Wermutstropfen gab es dann aber doch für das hölzerne „Sambadrom“: Die städtische Sprinkenhof AG als Eigentümerin des Gebäudes plant „in absehbarer Zeit“ keine solche Erweiterung des „Docks“.

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