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Nach Tod des Firmengründers : Stromanbieter Care Energy ist insolvent

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Gut einen Monat nach dem Tod von Firmengründer Martin Richard Kristek ist der Stromanbieter Care Energy insolvent.

Hamburg | Wie aus dem Justizportal des Bundes und der Länder hervorgeht, sind über die Care Energy AG, die Care-Energy-Holding GmbH und die Care-Energy Management GmbH am Freitag Insolvenzverfahren eröffnet worden. Der Rechtsanwalt Jan Wilhelm wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Zuerst hatte am Samstag das „Handelsblatt“ berichtet.

 

Das Unternehmen war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Kurz nach dem überraschenden Tod von Kristek hatte das Unternehmen betont, der Geschäftsbetrieb gehe uneingeschränkt weiter. Wie viele Kunden und Mitarbeiter von der Pleite betroffen sind, war zunächst noch unklar.

Das Unternehmen hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Kristek lag mit Stromnetzbetreibern, der Bundesnetzagentur sowie Verbraucherzentralen im Clinch. Er warf den Netzbetreibern vor, Stromversorger mit falschen Zahlen zu versorgen, und der Netzagentur, die Betreiber nicht zu kontrollieren.

Im Sommer 2016 hatte sich die Auseinandersetzung verschärft: Die AG kündigte nach eigenem Bekunden ihren Vertrag mit dem Netzbetreiber Tennet fristlos wegen falscher Mengenprognosen. Im Zuge des Streits wechselten angesichts von Vertragskündigungen automatisch tausende Kunden zum Grundversorger ihrer Region. AG-Chef Marco Wiebelt sprach damals von einem Verlust von 75 Prozent der Kunden. Zu vorherigen Spitzenzeiten sollen 200.000 Kunden von Care-Energy-Firmen mit Strom versorgt worden sein.

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erstellt am 18.Feb.2017 | 12:50 Uhr

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