Hamburg-Blankenese : Streit um Flüchtlingsheim: Gericht fällt Entscheidung

Demonstranten sägen am 07.04.2016 in Blankenese an einem Baum. Mit der symbolischen Aktion „Blankenese Chainsaw Massacre“ wurde gegen Anwohner demonstriert, die mit dem Verhindern von Baumfällungen eine geplante Flüchtlingsunterkunft stoppen wollten.
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Demonstranten sägen in Blankenese an einem Baum. Sie protestieren gegen die gestoppte Baumfällung.

Anwohner hatten den Bau einer Flüchtlingsunterkunft per Eilantrag gestoppt. Dagegen legte die Stadt Beschwerde ein.

shz.de von
15. April 2016, 11:56 Uhr

Hamburg | Im Streit über die geplante Flüchtlingsunterkunft im Hamburger Stadtteil Blankenese will das Oberverwaltungsgericht (OVG) nächste Woche eine Entscheidung verkünden. Zunächst laufe nunmehr die Frist für die Stellungnahme der Anwohner ab, teilte das OVG am Freitag mit. Danach müsse das Gericht entscheiden, voraussichtlich bis Mittwoch.

Offiziell aus Naturschutzbedenken hatten Anwohner in Blankenese das Fällen von Bäumen für den Bau einer Flüchtlingsunterkunft gestoppt. Gleichzeitig wurden aber auch Stimmen laut, die sich gegen den Bau an sich richteten.

Im Blankeneser Björnsonweg sollten bis Juli neun Pavillons mit Platz für 192 Schutzsuchende entstehen. Es wäre die erste Unterkunft in Blankenese. Dazu wollte die Stadt 42 Bäume fällen lassen. Das hatten Anwohner verhindert und mit einem Antrag beim Verwaltungsgericht die Arbeiten bis zu einer Entscheidung vorläufig gestoppt. Dagegen hat die Stadt Beschwerde eingelegt.

Am Donnerstagabend hatten in dem Nobelstadtteil Blankenese mehrere hundert Menschen für den Bau der Flüchtlingsunterkunft demonstriert. Die Polizei sprach von rund 800 Teilnehmern. Der Protest unter dem Motto „Blankenese für Flüchtlinge“ verlief friedlich.

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