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Flughafen Hamburg : Streik bei Germanwings: „80 Prozent erreichen ihr Ziel“

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Am Hamburger Flughafen ist schon wieder von Streiks betroffen. Am Donnerstag blieb es dort aber ruhig.

Hamburg | Wegen streikender Piloten müssen Passagiere der Fluggesellschaft Germanwings zwei Tage lang mit Problemen rechnen. Am Donnerstagmorgen fielen wegen des angekündigten Ausstands die ersten Flüge aus, wie ein Sprecher der Lufthansa-Tochter bestätigte. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hat ihre Mitglieder bis zum Freitagabend zum Ausstand aufgerufen. Gestritten wird unter anderem über die Übergangsversorgung der Piloten vor dem Renteneintritt.

Am Hamburger Flughafen fielen am Donnerstag 21 von 50 geplanten Germanwings-Flügen aus. In den Terminals ging es entsprechend ruhig zu, sagte eine Sprecherin des Airports. Die meisten betroffenen Passagiere hätten frühzeitig von den ausfallenden Flügen erfahren und seien auf andere Verkehrsmittel ausgewichen oder hätten auf ihre Reise verzichtet.

Der Warnstreik der Piloten wird am Freitag fortgesetzt. Nach dem Notflugplan von Germanwings sind dann 28 von geplanten 55 Starts und Landungen in Hamburg gestrichen.

Nach Angaben von Germanwings sollen insgesamt mehr als 60 Prozent aller Flüge stattfinden. „80 Prozent der Passagiere erreichen ihr Ziel“, sagte ein Sprecher des Unternehmens am frühen Morgen. Gestrichen wurden für Donnerstag deutschlandweit rund 160 Verbindungen, am Freitag sollten etwa 180 Flüge ausfallen. Der Ausstand trifft vor allem die Flughäfen Berlin, Köln/Bonn, Düsseldorf, Hamburg und Stuttgart. In Frankfurt und München wird ein weitgehend normaler Betrieb erwartet, weil Germanwings diese Drehkreuze nur selten anfliegt.

An den Flughäfen in Düsseldorf und Köln/Bonn blieben die ersten Maschinen am Morgen am Boden. Zu größeren Komplikationen kam es nach Angaben der Flughafensprecher aber nicht. Für Donnerstag hatte die Fluggesellschaft mehr als 80 Flüge in Nordrhein-Wetfalen gestrichen, darunter 40 Starts und Landungen am Flughafen Köln/Bonn und 44 in Düsseldorf. Die Passagiere seien im Vorfeld in der Regel sehr gut informiert gewesen. Außerdem sei nur einer kleiner Teil der Flugbewegungen am Airport von dem Streik betroffen, hieß es aus Düsseldorf.

Nach Angaben von Germanwings sollen rund 80 Prozent der mehr als 70.000 Reisenden mit Hilfe der Bahn und Umbuchungen auf andere Fluggesellschaften ihre Ziele erreichen. Ein Sprecher riet Passagieren, im Internet zu prüfen, ob ihre Verbindung ausfällt. Betroffene könnten ihren Flug dann kostenlos stornieren oder umbuchen.

Am Stuttgarter Flughafen sollte fast die Hälfte der Flüge ausfallen. 34 von 80 Starts und Landungen wurden nach Angaben des Flughafens gestrichen. Am Hamburger Airport fallen voraussichtlich 21 Abflüge und 21 Ankünfte aus. Man rechne aber kaum mit Behinderungen, sagte eine Sprecherin. Durch den Umbuchungsservice des Flugunternehmens sollten die meisten Fluggäste einen Ersatzflug gefunden haben.

In Berlin sollten 48 von normalerweise 72 An - und Abflügen ausfallen. Laut Informationen des Flughafens bleibt es bei diesen geplanten Streichungen, die ersten Flüge seien ausgefallen. In Hannover fallen vier von sieben Germanwings-Flügen aus.

Die Vereinigung Cockpit hatte im vergangenen Jahr bei den Gesellschaften Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings zu insgesamt zehn Streiks aufgerufen, nur einmal sagte sie den Arbeitskampf kurzfristig ab. Das Unternehmen bezifferte den Schaden auf rund 200 Millionen Euro, rund 7400 Flüge fielen aus, 850.000 Passagiere waren betroffen.

Erst am Montag war der Hamburger Flughafen von Streiks betroffen. Weil das Sicherheitspersonal protestierte, musste der Airport zwischenzeitig geschlossen werden.

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erstellt am 12.Feb.2015 | 08:06 Uhr

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