Tourauftakt in Hamburg : Sting rockt die Alsterdorfer Sporthalle

Der Musiker Gordon Sumner, genannt Sting, stand am Samstag in Hamburg auf der Bühne und eröffnete seine Deutschlandtournee.
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Der Musiker Gordon Sumner, genannt Sting, stand am Samstag in Hamburg auf der Bühne und eröffnete seine Deutschlandtournee.

Der 65-Jährige stellte sein im November erschienenes Album „57th & 9th“ vor, auf dem er nach Ausflügen ins Musical- und Weltmusikfach wieder deutlich rockigere Klänge anschlägt.

shz.de von
26. März 2017, 10:48 Uhr

Hamburg | Erstes Konzert in Deutschland auf der aktuellen Tournee, seit Wochen ausverkauftes Haus, die Rückkehr des Alleskönners zum straighten Rock - große Spannung in der Sporthalle. Wie ist er drauf, was hat er an, womit fängt er an? Große Überraschung: Sting hat Sohnemann dabei, Joe Sumner, 41, und der bestreitet ein paar Nummern mit der texanischen Band „The Last Bandoleros“, die dann auch noch allein ein paar Texmex-Songs rocken, sehr eingängig, guter Harmoniegesang.

Dann aber der Meister himself: Synchronicity II, Spirits In the Material World und eine verfremdete Version von Englishman in New York. Spätestens da hatte er das Publikum in der Hand.

Die Songs seines neuen Albums „57th and 9th“ mischte er mit ganz alten Police-Stücken - zur Begeisterung seiner Fans, die mit ihrem Idol erwachsen geworden, nur leider nicht immer so gut in Form geblieben sind wie der 65-jährige Brite, der im schlichten blauen T-Shirt auf die Bühne kam (und dies anders als 1988 an gleichem Ort auch bis zum Schluss anbehielt).

Sting gestaltete das über zweistündige Konzert als großes Familienfest. Sohn Joe sang im Background-Chor, aber auch als Leadsänger David Bowies „Ashes to Ashes“ als Reminiszenz an den 2016 verstorbenen Kollegen. In seinem neuen Song "50000" thematisert er den Tod einer Reihe von Freunden und Musikern wie Prince, Bowie oder Alan Rickman, mit dem Sting persönlich befreundet war.

Stings langjähriger Weggefährte Dominic Miller hat seinen Sohn Rufus in die Band geholt. Keine Keyboards, keine Bläser, stattdessen ein knackiger, transparenter, knuspriger Rocksound, nah an The Police, mit einem Sänger, der stimmlich auf der Höhe war - und seinen Fans kaum einen Hit vorenthielt: Message in a Bottle, Walking in the Moon, So Lonely, Fields of Gold, Shape of My Heart und natürlich als Zugabe Every Breath you take.

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