Verkehrskontrolle : Stationäre Blitzer brachten Hamburg zehn Millionen Euro ein

Am häufigsten blitzte es 2017 an der Finkenwerder Straße/Völlnhöfner Weiden. Dort wurden 64.550 Raser erfasst.

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19. März 2018, 13:35 Uhr

Hamburg | Die 28 stationären Blitzer zur Geschwindigkeitsüberwachung in Hamburg haben der Stadt im vergangenen Jahr gut zehn Millionen Euro eingebracht. Das war ein kräftiger Anstieg im Vergleich zum Jahr 2016, als sich die Einnahmen auf 6,4 Millionen Euro beliefen.

Wie aus einer Senatsantwort auf eine Kleine Anfrage der CDU-Bürgerschaftsfraktion weiter hervorgeht, blitzte es am häufigsten an der Finkenwerder Straße/Völlnhöfner Weiden. 64.550 Autofahrer fuhren an dieser Verzweigung nahe der A7-Anschlussstelle Waltershof zu schnell. Ein weiteres Gerät an der Kieler Straße in Eimsbüttel erfasste stadtauswärts mehr als 38.000 Temposünder. Stadteinwärts waren es knapp 25.000. Eine Überwachungsanlage in der 30er-Zone an der Stresemannstraße in Altona-Nord kam mit rund 44.000 Blitzen auf Platz drei.

Der Senat will nach eigenen Angaben fünf weitere stationäre Überwachungsanlagen aufstellen lassen. Die Prüfung der Standorte sei noch nicht abgeschlossen, hieß es. Die Zahl der mobilen Geschwindigkeitsmessungen verringerte sich von 4606 im Jahr 2016 auf 3983 im vergangenen Jahr.

Der CDU-Verkehrsexperte Dennis Thering kritisierte die Entwicklung am Montag: „Dass der Senat immer mehr stationäre Blitzer an Stellen aufstellt, an denen absolut kein Gefahrenschwerpunkt ist (Finkenwerder) und im Gegenzug die deutlich effektiveren mobilen Verkehrskontrollen drastisch reduziert, zeigt, dass SPD und Grüne lieber Kasse machen, anstatt konsequent gegen Raser, Drängler und Rotlichtsünder vorzugehen.“ Das „Hamburger Abendblatt“ hatte zuvor über das Thema berichtet.

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