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Leukämiekranker Notarzt aus Hamburg : Stammzellspender für Thorsten Salamon gefunden

vom

Bisher wirken die ihm verordneten Medikamente gut. Der 53-Jährige ist froh, eine Rückfallebene zu haben. Bald möchte er wieder arbeiten.

shz.de von
erstellt am 02.Mär.2016 | 17:52 Uhr

Hamburg | Für den an Leukämie erkrankten Notarzt Thorsten Salamon aus Hamburg-Bergedorf hat sich ein Stammzellspender gefunden. Das bestätigte der 53-Jährige am Mittwoch. Zurzeit wirkten die ihm verordneten Medikamente allerdings so gut, dass er vorerst weiter auf diese Therapie setze. „Sollte es Probleme geben, dann hätte ich eine Rückfallebene“, zeigte sich Salamon erleichtert. Wer der potenzielle Spender sei und wie er gefunden wurde, könne er nicht sagen. Er habe die gute Nachricht von seinem Arzt bekommen. Nach den üblichen Regeln könnten Spender und Empfänger frühestens zwei Jahre nach der Operation voneinander erfahren.

Leukämie ist im Vergleich zu anderen Krebsarten eine eher seltene Erkankung. Pro Jahr werden in Deutschland bei etwas mehr als 11.400 Menschen Leukämien diagnostiziert. Das entspricht 2,4 Prozent aller Tumorerkrankungen. Zum Vergleich: Pro Jahr erkranken 71.700 Frauen in Deutschland an Brustkrebs, über 35.000 Männer an Darmkrebs.

Salamon war 23 Jahre lang mit dem ADAC-Rettungshubschrauber „Christoph Hansa“ zu Notfällen in Hamburg und Umgebung geflogen. Mehr als 14.000 Einsätze hat der leitende Notarzt bewältigt. Seine Kollegen im Unfallkrankenhaus Boberg und vom ADAC unterstützen ihn und initiierten im Januar mehrere Typisierungsaktionen.

Mögliche Knochenmarksspender werden von der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei registriert. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Patient einen passenden Spender findet, liegt nach Angaben der Stiftung im günstigsten Fall bei 1:20.000. Salamon hofft, dass er im Mai oder Juni wieder arbeiten kann.

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