Warnstreik im öffentlichen Dienst : Stadtreinigung Hamburg streikt – einige Mülltonnen bleiben voll

Im Norden haben die angekündigten Warnstreiks im öffentlichen Dienst begonnen.

Im Norden gehen die angekündigten Warnstreiks im öffentlichen Dienst weiter.

Rund 1000 der 3000 Mitarbeiter legen die Arbeit auch am Freitag nieder. Das hat Auswirkungen.

shz.de von
13. April 2018, 07:16 Uhr

Hamburg | Der Warnstreik im öffentlichen Dienst in Hamburg geht weiter. Am Freitag setzten die Mitarbeiter der Stadtreinigung ihren Ausstand fort. Sie trafen sich am Morgen zur zentralen Kundgebung vor dem Gewerkschaftshaus, sagte der Sprecher der Stadtreinigung, Reinhard Fiedler. Rund 1000 der 3000 Mitarbeiter würden sich am Streik beteiligen.

Bereits am Donnerstag hatten die Angestellten der Stadtreinigung ihren Streik begonnen. Wie am Vortag bleiben mindestens acht der zwölf Recyclinghöfe geschlossen. Außerdem könnten Gehwege und Straßen laut Stadtreinigung nicht ordnungsgemäß gesäubert werden, sagte Fiedler. Zudem würden nur die blauen Altpapier- und die gelben Wertstofftonnen geleert werden. Volle Tonnen, die am Freitag nicht geleert werden, sollen bis spätestens Dienstag abgeholt werden.

Hintergrund des Streiks sind die Tarifverhandlungen für Beschäftigte im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen. Die Gewerkschaft Verdi fordert für die bundesweit rund 2,3 Millionen Beschäftigten sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro im Monat. Die Arbeitgeber lehnen den Mindestbetrag ab. In Hamburg sind insgesamt 25.000 Beschäftigte betroffen. Seit Tagen gibt es bundesweit Warnstreiks.

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