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Nach Tod von Marius : Speiseplan der Hamburger Zoos: Rind statt Giraffe

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Für die Raubtiere im Tierpark Hagenbeck und im Wildpark Schwarze Berge gibt es Rind aus dem Schlachthof. Die Aufregung über die Tötung der Giraffe Marius kann der Geschäftsführer des Wildparks, Arne Vaubel, nicht verstehen.

shz.de von
erstellt am 18.Feb.2014 | 14:52 Uhr

Hamburg | Giraffen an Löwen verfüttern? Für den Hamburger Zoo ist das keine Option. Vegetarier müssen die Tiere aber trotzdem nicht werden. „Im Tierpark Hagenbeck werden Löwen nicht mit Hafer gefüttert“, sagte ein Pressesprecher des Tierparks und reagierte damit auf die Schlachtung der Giraffe Marius im Kopenhagener Zoo, die anschließend in Teilen den Löwen zum Fraß vorgeworfen worden war. „Raubtiere fressen Beutetiere. Das ist ein natürlicher Vorgang.“ Das Beutetier im Tierpark Hagenbeck ist Rind, das es in der Hansestadt für Raubkatzen und Bären gibt. Aus dem eigenen Zoobestand würden nur gelegentlich Kaninchen, Hühner und Ziegen geschlachtet.

Wenn es vorkommt, dass ein Tier stirbt, werde es an einen Tierarzt zur Untersuchung geschickt oder für wissenschaftliche Zwecke dem zoologischen Institut und Museum der Universität Hamburg zur Verfügung gestellt, so der Pressesprecher.

Auch im Wildpark „Schwarze Berge“ im Süden von Hamburg steht Fleisch auf dem Speiseplan der meisten Tiere. Hier kommt es vom Schlachthof und ist Fleisch, das nicht mehr zum Verzehr für Menschen geeignet sei, sagte der Geschäftsführer des Wildparks, Arne Vaubel.

Die Diskussion um die geschlachtete Giraffe in Kopenhagen findet er hysterisch. „Die Hälfte der Menschen, die sich da aufregen, ist wahrscheinlich nicht mal Vegetarier.“ Menschen sollten sich mit dem Tod besser arrangieren. „Jedes Kotelett war auch mal ein Tier, das geschlachtet wurde.“ Eine öffentliche Schlachtung würde er trotzdem nicht machen.

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