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Koalitionsverhandlungen in Hamburg : SPD und Grüne wollen mehr Erzieher in Kitas

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Der Betreuungsschlüssel an Kindertagesstätten in Hamburg soll schneller auf eins zu vier angehoben werden als geplant.

Hamburg | Es ist Balsam auf die grüne Seele: In der 13. Runde der Koalitionsverhandlungen hat die SPD am Mittwoch dem kommenden Partner Zugeständnisse in der Kita- und Sozialpolitik gemacht. So soll die schrittweise Erhöhung des Personals in den Krippen beschleunigt werden. „Die zweite Stufe, die erst 2017 greifen sollte, die wird um ein Jahr vorgezogen“, sagte Grünen-Chefin Katharina Fegebank. „Das ist sehr verbindlich.“

Laut Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) kostet das Vorziehen rund zehn Millionen Euro. „Das ist ein ordentlicher Betrag für die Kinder dieser Stadt, den es ohne die Grünen nicht gegeben hätte.“ Auf den meisten anderen Politikfeldern hatte sich die Ökopartei in den Koalitionsgesprächen mit ihren Forderungen bisher nicht gegen die Genossen durchsetzen können.

Ziel sei ein Betreuungsschlüssel von eins zu vier in den Krippen der Stadt ab dem Jahr 2019, sagte Scheele. Bisher wollte die SPD ab 1. April 2015 für Kinder bis zwei Jahren zehn Prozent mehr Erzieher einstellen. Ab 1. August 2017 sollte dies auch für die Betreuung der bis zu Dreijährigen der Fall sein.

Zudem verständigten sich SPD und Grüne darauf, den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) für die Betreuung von Familien in Problemlagen besser auszustatten. Auch soll der Mindestlohn in städtischen Firmen von derzeit 8,50 Euro pro Stunde erhöht werden. Um wie viel, ließen Fegebank und Scheele offen. Vereinbart hätten die Gesprächspartner ferner ein größeres Engagement der Stadt für Langzeitarbeitslose. „Für die muss man mehr tun als bisher. Das muss man einräumen“, sagte der Sozialsenator. Allerdings gab es auch zu diesem Punkt keine konkreten Angaben.

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erstellt am 25.Mär.2015 | 19:09 Uhr

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