Tierpark Hagenbeck : Sorge um Eisbärnachwuchs: Samenspende kommt aus Karlsruhe

Das Eisbärpaar Victoria und Blizzard konnten bisher keinen Nachwuchs zeugen.

Das Eisbärpaar Victoria und Blizzard konnten bisher keinen Nachwuchs zeugen.

Hamburgs Eisbär Blizzard ist unfruchtbar. Damit Weibchen Victoria Nachwuchs bekommt, muss ein alter Bekannter helfen.

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29. Juni 2018, 16:11 Uhr

Hamburg | Bis die Besucher vom Hamburger Tierpark ein neues Eisbär-Baby zu sehen bekommen, wird es wohl noch etwas dauern. Die Hoffnungen, dass Eisbärdame Victoria und Männchen Blizzard Nachwuchs erwarten können, hat sich nach einem Medizintest zerschlagen.

Die Ultraschalluntersuchungen bestätigen den Verdacht von Hagenbecks Tierpark: Der zwölfjährige Eisbär Blizzard ist zeugungsunfähig. „Unfruchtbarkeit bei Eisbären ist ein Problem, was auch in der Natur häufig vorkommt“, erklärte eine Sprecherin des Tierparks.

Damit es in Zukunft doch noch Hoffnung auf tierischen Nachwuchs gibt, hat sich Hagenbecks Tierpark einen neuen Plan überlegt. Eisbär Kap aus Karlsruhe muss aushelfen. Kap war 13 Jahre lang im Tierpark in Neumünster zuhause bis er Ostern 2017 nach Karlsruhe gebracht wurde.

Eisbär „Kap“ ist die Attraktion im Tierpark Neumünster.
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Eisbär Kap war bis zum Frühjahr 2017 im Tierpark Neumünster. Er soll nun mit einer Samenspende bei Hamburgs Eisbärdame für Nachwuchs sorgen.
 

Bei dem Eisbärweibchen sei bereits eine künstliche Befruchtung mit der Samenspende durchgeführt worden. Im Winter/Frühjahr 2019 werde sich zeigen, ob dieser pragmatische Ansatz gefruchtet habe. In diesem Zeitraum ende die Tragzeit des Eisbären. „Wir wissen erst, ob es mit der Befruchtung geklappt hat, wenn die Tragzeit zu Ende ist“, so der Tierpark.

Das Hamburger Abendblatt hatte zunächst fälschlicherweise berichtet, dass die Samenspende aus Neumünster vom Eisbären Vitus käme. Vitus ist aber ebenfalls unfruchtbar und lebt mit Eisbärweibchen Larissa ohne Nachwuchs im Tierpark in Neumünster.

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