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Nach Krawallen beim G20-Gipfel : Soko „Schwarzer Block“ schaltet Hinweistelefon frei

vom
Aus der Onlineredaktion

Zeugen können unter einer Rufnummer Hinweise zu Straftaten geben. Verwirrung gibt es um die Anzahl verletzter Polizisten.

shz.de von
erstellt am 17.Jul.2017 | 16:38 Uhr

Hamburg | Die Sonderkommission der Hamburger Polizei zur Aufklärung der G20-Krawalle hat am Montag ein Hinweistelefon geschaltet. Unter der Rufnummer 040 4286 76543 könnten Zeugen von Montag bis Freitag anrufen und Hinweise zu Straftaten geben, die zwischen dem 22. Juni und dem 10. Juli im Zusammenhang mit dem Gipfel verübt wurden, teilte die Polizei mit.

Die Soko „Schwarzer Block“ zählt bis zu 170 Mitarbeiter. Sie zog am Montag in die aufgelöste G20-Gefangenensammelstelle ein, die auf dem Gelände eines ehemaligen Lebensmittelgroßmarkts in Hamburg-Harburg liegt. Bereits direkt nach dem Regierungstreffen hatte die Polizei ein Hinweisportal im Internet freigeschaltet. Bürger wurden gebeten, zur Ermittlung von Straftätern dort ihre Videos und Fotos hochzuladen.

Das genaue Ausmaß der Ausschreitungen ist weiter unklar. Die Hamburger Polizei hatte zunächst von 476 Beamten gesprochen, die in der Zeit des G20-Einsatzes vom 22. Juni bis zum 10. Juli verletzt worden seien. Nach Angaben des bayerischen Innenministeriums wurden in der „heißen“ Einsatzphase - die am Tag vor dem Gipfel am 7. und 8. Juli begann und einen Tag danach endete - insgesamt 231 Beamte als verletzt gemeldet.

Ein Hamburger Polizeisprecher erklärte am vergangenen Freitag, in der Verletztenstatistik seien auch einsatzbedingte Ausfälle wie Dehydration, Kreislaufprobleme und weitere Erkrankungen enthalten.

Eine genauere Aufschlüsselung soll am Mittwoch im Innenausschuss der Bürgerschaft genannt werden. Auch die Zahl der verletzten Demonstranten und Randalierer ist weiter unbekannt. Ebenso wenig konnte die Polizei die angerichteten Sachschäden beziffern.

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