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Hamburg : Soko „Rocker“ verhaftet drei Verdächtige

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Ein Mongol wurde Anfang Januar mit einem Messer schwer verletzt. Jetzt hat die Polizei drei Männer verhaftet.

shz.de von
erstellt am 13.Jan.2016 | 17:29 Uhr

Hamburg | Im Hamburger Rockerstreit haben die Fahnder einen Erfolg verbucht. Drei Männer im Alter von 21, 23 und 24 Jahren seien am Dienstagabend verhaftet worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Sie werden der gefährlichen Körperverletzung beschuldigt. Das Trio soll einen 26-jährigen Mongols-Rocker auf offener Straße mit Messerstichen schwer verletzt haben. Er war am 2. Januar gefunden und in ein Krankenhaus gebracht worden. Tage zuvor war der Mann schon bei einer Rocker-Schießerei nahe der Reeperbahn verletzt worden.

Seit Monaten gärt der Streit zwischen den Rockergruppen im Hamburger Rotlichtviertel. Vor fünf Jahren tobte auch in Schleswig-Holstein ein Machtkampf zwischen den „Hells Angels“ und den „Bandidos“. Das Innenministerium griff hart durch und verbot die beteiligten Gruppierungen aus Flensburg, Kiel und Neumünster.

Die Polizei rechnet die Verhafteten einer rivalisierenden Rockergruppe zu. Auf die Messer-Attacke hatte die Polizei bereits mit Razzien reagiert und Hamburger Wohnungen durchsucht. Nachdem kein Tatverdächtiger angetroffen worden war, erwirkte die Staatsanwaltschaft Haftbefehle.

Bei der weiteren Fahndung stießen die Ermittler auf einen Treffpunkt der drei Beschuldigten. Nachdem das Trio diese Wohnung am Dienstagabend verlassen und ein Fahrzeug sowie ein Taxi bestiegen hatte, stoppten Beamte des Mobilen Einsatzkommandos die Fahrzeuge. Die Männer kamen in Untersuchungshaft.

Am gleichen Abend setzte die Soko ihre Razzien in einem Bordell und einem Lokal fort. Im Stadtteil Hammerbrook seien 15, auf St. Pauli vier Personen - darunter zwei aus dem Rockermilieu - überprüft worden, teilte die Polizei mit. Es sei eine geringe Menge Rauschgift sichergestellt worden. Die Razzien würden fortgesetzt.

Ausschlaggebend für die Gründung der Soko waren laut Polizei die Schüsse auf ein Taxi nahe der Reeperbahn am 28. Dezember 2015. Zwei Mongols-Rocker waren dabei verletzt worden. Zwölf Tatverdächtige aus dem Umfeld der Hells Angels waren damals mangels Beweisen wieder freigelassen worden.

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