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Prozessbeginn in Hamburg : Sohn vor die U-Bahn gestoßen - „Werde mir niemals verzeihen“

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Eine 31-Jährige soll ihren damals 11-jährigen Sohn in der Stadion Hoheluft vor eine U-Bahn gestoßen haben. Der Junge wurde von dem Zug überrollt.

shz.de von
erstellt am 14.Apr.2016 | 14:39 Uhr

Hamburg | Vor dem Hamburger Landgericht hat am Donnerstag ein Prozess gegen eine 31-jährige Mutter begonnen, die ihren Sohn vor eine U-Bahn gestoßen haben soll. Der damals elfjährige Junge wurde von dem Zug an der Station Hoheluftbrücke überrollt und lebensgefährlich verletzt. Ein Video zeichnete den Vorfall auf. Die Frau war bereits kurz nach der Tat am 18. Oktober vorläufig in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden.

Der psychisch kranken Frau wird versuchter Mord, Misshandlung von Schutzbefohlenen und schwere Körperverletzung vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sie schuldunfähig ist, und will die dauerhafte Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik beantragen. In einer von ihrer Verteidigerin verlesenen Erklärung bedauerte die 31-Jährige die Tat: „Ich werde mir das, was geschehen ist, niemals verzeihen.“ Das Gericht schloss die Öffentlichkeit von der Verhandlung aus.

Stunden, bevor die Mutter ihr Kind vor den Zug stieß, gab es bei der Frau einen Polizeieinsatz. Während des morgendlichen Einsatzes sei der Sohn in der Zwei-Zimmer-Wohnung anwesend gewesen. Polizeisprecher Zill sagte: „Es gab aber keine Hinweise auf eine Kindeswohlgefährdung.“ Daher seien die Kollegen nach kurzer Zeit wieder abgerückt.

 

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