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Überseequartier in Hamburg : So soll das neue Mega-Einkaufszentrum in der Hafen-City aussehen

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Aus der Onlineredaktion

Eine riesige Shopping-Mall, ein Kreuzfahrtterminal, zwei Hotels, diverse Entertainment-Angebote: In Hamburg entsteht ein neues „kommerzielles Zentrum“.

Hamburg | Die Hafencity erhält ein neues kommerzielles Herz. Jetzt steht fest, wie das 860-Millionen-Euro-Projekt von Immobilien-Riese Unibail-Rodamco aussehen wird. Die am Montag vorgestellten Pläne für die Bebauung des Überseequartiers sehen ein dreigeschossiges Einkaufszentrum mit insgesamt rund 80.000 Quadratmetern Einzelhandelsflächen vor – das entspricht gut einem Viertel der Ladenflächen in der gesamten Innenstadt. Zum Vergleich: Das neueste Einkaufszentrum in Schleswig-Holstein – die Holsten-Galerie in Neumünster – ist knapp 23.000 Quadratmeter groß.

Im Zentrum der Hafencity klafft sein Jahren ein großes Loch. Mit den neuen Plänen für das Überseequartier neigt sich ein jahrelanger Stillstand im zentralen Quartier der Hafencity dem Ende zu. Ursprüngliche Investoren waren beim Projekt abgesprungen.

In den insgesamt elf Gebäuden rund um den Magdeburger Hafen sind zudem unter anderem ein Kreuzfahrtterminal, zwei Hotels sowie diverse Entertainment-Angebote vorgesehen, dazu 500 Wohnungen. Baubeginn soll Anfang 2017 sein, die Fertigstellung ist für 2021 vorgesehen.

Der französische Immobilienriese Unibail-Rodamco hat die Flächen übernommen. Das Unternehmen plant dort mit einem Investitionsvolumen von 860 Millionen Euro. Um den Franzosen das Projekt schmackhaft zu machen, war der Senat ihnen ein ganzes Stück entgegengekommen. So ist nun ein deutlich höherer Anteil an Ladenflächen erlaubt, dafür werden weniger Büros entstehen.

Der Entwurf zur Bebauung des südlichen Überseequartiers vom Magdeburger Hafen aus betrachtet.
Der Entwurf zur Bebauung des südlichen Überseequartiers vom Magdeburger Hafen aus betrachtet. Foto: Unibail-Rodamco / moka-studio
 

Für die Gestaltung der Gebäude holten Investor und die Hafencity GmbH namhafte Baumeister ins Boot. Es handele sich um eine „neue Waterfront“ an der Elbe mit „architektonisch herausragenden Gebäuden“, sagte Oberbaudirektor Jörn Walter. Den Entwurf für das Cruise Center liefert der französische Stararchitekt Christian de Portzamparc. Das komplexe Gebäudeensemble umfasst weitere Nutzungen. Neben dem eigentlichen Kreuzfahrtbetrieb mit unterirdischem Busbahnhof, Pkw-Stellplätzen und einer Taxivorfahrt sind zwei Hotels vorgesehen. Im Verbund mit einem „skulpturalen“ 70 Meter hohen Bürogebäude am Magdeburger Hafen erhalte das südliche Überseequartier einen stadtbildprägenden Abschluss zur Elbe. Helle, gläserne Fassaden sollen Fluss, Hafen und Himmel widerspiegeln.

Dazwischen werden zwei je 60 Meter hohe Türme den Abschluss des Überseeboulevards bilden. Sie erhalten kristalline, geometrische Glasfassaden. Für die Einkaufsmeile ist eine eine gläserne Dachkonstruktion vorgesehen, die Kunden vor dem Hamburger Wetter schützen. Über schlanken Edelstahlpfeilern scheine die gläserne Landschaft „über den Gebäuden zu schweben“, versprechen die Architekten. Daneben entsteht ein Block mit Gastronomie sowie einem Multiplexkino mit mehr als zehn Sälen.

Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) bewertete die Pläne als erheblichen Fortschritt: „Für die städtebauliche und architektonische Entwicklung des südlichen Überseequartiers ist ein weiterer Meilenstein erreicht.“

 

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erstellt am 01.Dez.2015 | 10:34 Uhr

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