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Hamburg : So erhöht der HVV die Ticketpreise

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Aus der Onlineredaktion

Die Preise steigen um 1,2 Prozent. shz.de gibt eine Übersicht über die Steigerungen bei den einzelnen Tickets.

Hamburg | Alle Jahre wieder: Die Fahrpreise im Hamburger Verkehrsverbund (HVV) sollen zum 1. Januar 2018 um durchschnittlich 1,2 Prozent steigen. Einzeltickets sind dabei mit einem Aufschlag um bis zu drei Prozent stärker betroffen als Zeitkarten (+ 0,9 Prozent). Der HVV hat die Preiserhöhung jetzt beim Senat und den Landesregierungen der Nachbarländer beantragt, die Zustimmung gilt als sicher.

HVV-Geschäftsführer Lutz Aigner: „Die moderate jährliche Tarifanpassung gleicht die Kostensteigerungen bei den Verkehrsunternehmen aus. Wir sichern damit die hohe Qualität im HVV.“ Tatsächlich fällt die Verteuerung etwas geringer aus als zuletzt. Anfang 2017 ging es um 1,4 Prozent nach oben, ein Jahr zuvor um 1,9 Prozent.

Die alljährliche Anpassung basiert auf dem HVV-Tarifindex, der den Kostenanstieg für Personal, Diesel und Strom bei den Verkehrsunternehmen sowie die allgemeine Preisentwicklung abbildet. Die HVV-Kunden profitieren diesmal davon, dass sowohl die Energiekosten als auch die Verbraucherpreise nur gering zugelegt haben.

   Die wichtigsten Änderungen im Einzelnen:

  • Die Einzelkarte Hamburg AB (Großbereich) verteuert sich nach zwei Jahren ohne Preisanhebung um 10 Cent auf 3,30 Euro
  • Die 9-Uhr-Tageskarte (Hamburg AB) kostet künftig 6,40 Euro (+ 20 Cent)
  • Für die Ganztageskarte werden 7,70 Euro fällig (+ 10 Cent)
  • Nahbereichs- und Kurzstreckentickets sowie Kinderkarten werden nicht teurer
  • Bei Monats- und Abokarten steigen die Preise weniger stark; ein Abo (Hamburg AB/4Zonen) kostet künftig 87,20 Euro, 80 Cent mehr als bisher. Die Monatskarte in derselben Tarifzone wird um einen Euro teurer, kostet dann 106,40 Euro
  • Senioren-Abos und Monatskarten verteuern sich um 70 beziehungsweise 80 Cent. 

Erstmals seit etlichen Jahren ist sogar die CDU-Opposition zufrieden. Deren Verkehrsexperte Dennis Thering sagte, die Union begrüße die moderate Anhebung. Zugleich forderte er den HVV auf, die von der CDU vorgeschlagene Preisbremse einzuführen, wonach die Fahrpreiserhöhungen die Inflationsrate nicht übersteigen dürfen. Thering: „Die verheerende Stauentwicklung der letzten beiden Jahre hat gezeigt, dass immer noch zu viele Menschen durch zu hohe HVV-Preise vom Verzicht auf den eigenen Pkw abgehalten werden.“

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erstellt am 04.Jul.2017 | 17:58 Uhr

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