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Fliegen im Windkanal : Skydiving in Hamburg: Fallschirmspringen ohne Fallschirm

vom

In Hamburg soll im Frühjahr 2017 die erste Skydiving-Anlage Norddeutschlands eröffnen.

shz.de von
erstellt am 18.Apr.2016 | 15:01 Uhr

Hamburg | Völlig losgelöst bei 280 km/h: In Hamburg entsteht die erste Skydiving-Anlage Norddeutschlands. Das Wiener Unternehmen Windobona will in Wandsbek einen vertikalen Windkanal errichten, in dem Besucher wie Fallschirmspringer schweben können – nur eben ohne Schirm. „Hamburg ist eine sportbegeisterte Stadt. Mit dem ersten eigenen Windtunnel wird dieses Angebot um eine ganz besondere Attraktion bereichert“, verspricht Windobona-Geschäftsführer Anton Stenin. Indoor-Sky-Diving - auch Bodyflying genannt - sei dabei, weltweiter Trendsport zu werden. Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt in Wien expandiert sein Unternehmen nun in andere europäische Metropolen.

Die Bauarbeiten an der Wandsbeker Zollstraße sollen in Kürze beginnen, die Eröffnung ist für Frühjahr 2017 angepeilt. Über elf Stockwerke wird sich das Gebäude direkt neben dem Meridian Spa erstrecken, fünf unterhalb und sechs oberhalb der Erde. Die Baukosten liegen laut dem Geschäftsführer bei rund acht Millionen Euro, 25 Arbeitsplätze sollen geschaffen.

Völlig schwerelos: Ein Kind in einer Skydiving-Anlage.
Völlig schwerelos: Ein Kind in einer Skydiving-Anlage. Foto: Windobona
 

Im Wandsbeker Windturm können sich sowohl erfahrene Fallschirmspringer, als auch Flug-Neulinge und Kinder von einem Orkan mit bis zu 280 Stundenkilometern tragen lassen. Geübte schweben in der gläsernen Röhre bis zu 15 Meter hoch. Geeignet sei der Spaß jedoch für jedermann mit durchschnittlicher Fitness. Das Fluggefühl entspricht dabei laut Betreiber einem Fallschirmsprung aus 4000 Metern Höhe. Das Unternehmen wirbt mit dem Anspruch des „weltweit modernsten und sichersten Windkanals“.

Nach dem erfolgreichen Auftakt im Wiener Prater im vorigen September geht im Oktober dieses Jahres eine zweite Anlage in Madrid in Betrieb. Anfang 2017 folgt der erste deutsche Sky-Diving-Turm in Berlin. Bei rund elf Stunden Betriebszeit täglich erwartet Windobona in Hamburg 50.000 bis 60.000 Besucher pro Jahr. Der Preis für eine zweiminütige Flugeinheit liegt bei 49 Euro pro Person, inklusive Beratung, Einweisung, Ausrüstung und Equipment. Kein ganz billiges Vergnügen, doch laut Stenin deutlich günstiger als bei einem Fallschirmsprung aus dem Flugzeug. Dieser dauerte lediglich eine Minute und koste rund 200 Euro.

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