zur Navigation springen

Hamburg : Silvester-Übergriffe: Reeperbahn wieder mit Videoüberwachung

vom
Aus der Onlineredaktion

Die Übergriffe auf Frauen an Silvester haben Konsequenzen: Die Reeperbahn wird wieder überwacht - nach fünf Jahren Pause.

shz.de von
erstellt am 01.Apr.2016 | 10:39 Uhr

Hamburg | Die Kameras auf der Reeperbahn werden wieder eingeschaltet - nach fünf Jahren. Grund sind die sexuellen Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht. ndr.de berichtet, dass eine Kamera mit Blickrichtung Große Freiheit regelmäßig eingeschaltet werden soll. Das gehe aus einer Antwort des Senats auf eine CDU-Anfrage hervor.

Die Übergriffe in der Silvesternacht in Hamburg und Köln haben viele Menschen erschreckt - viele forderten daraufhin Videoüberwachung für mehr Sicherheit. Ob die etwas bringt, ist allerdings fraglich: Viele Studien zeigen, dass die Kriminalität dadurch nicht gesenkt wird.

Grundsätzlich gibt es auf der Reeperbahn zwölf Kameras, die alle betriebsbereit sind - laut NDR-Bericht will der CDU-Politiker Dennis Gladiator sie technisch auf den neuesten Stand bringen lassen, um sie wieder zu benutzen. Aktuell ist nur eine Kamera in Betrieb, die auch nur am Wochenende eingeschaltet wird. Ob der Einsatz noch ausgeweitet werden darf, werde laut Innenbehörde rechtlich geprüft.

Vor fünf Jahren waren die Kameras ausgeschaltet worden, weil eine Anwohnerin gegen die Überwachung geklagt hatte. Mehr als fünf Jahre waren sie zu dem Zeitpunkt in Betrieb. Die CDU hatte sie 2006 für rund 620.000 Euro angeschafft.

Jetzt, drei Monate nach den Übergriffen hat die Hamburger Polizei ihre Sonder-Ermittlungsgruppe derweil aufgelöst. „Die meisten Spuren sind abgearbeitet“, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Die Beamten würden die Ermittlungen aber fortsetzen. Federführend sei nun die Abteilung für Sexualdelikte im Landeskriminalamt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen