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Sexuelle Übergriffe : Silvester in Hamburg: 50 Prozent mehr Polizei

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Die Polizei will Präsenz zeigen zu Land und auf dem Wasser. Dunkle Ecken bekommen mehr Licht.

Hamburg |  In der Silvesternacht wird die Hamburger Polizei ihre Präsenz auf St. Pauli um 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verstärken. 530 Beamte würden an der Reeperbahn und der Großen Freiheit sowie an den Landungsbrücken und auch am Jungfernstieg im Einsatz sein, teilte die Polizei am Freitag mit. Beim Jahreswechsel 2015/2016 waren es 350 Beamte gewesen.

Die Silvesternacht 2015/16 wurde vor allem wegen der Ereignisse in Köln ein bundesweit heiß diskutiertes Thema. Aber auch in Hamburg geriet die Lage teilweise außer Kontrolle.

Die Zahl der zivilen Einsatzkräfte werde verdreifacht. In der vergangenen Silversternacht war es in Hamburg zu massenhaften sexuellen Übergriffen auf junge Frauen gekommen. Im Gedränge der Feiernden wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft mehr als 400 Frauen von Männern belästigt, begrapscht und bestohlen.

Diesmal will die Polizei deutlich sichtbar sein. Die uniformierten Beamten sollen alle gelbe reflektierende Warnwesten mit dem Aufdruck „Polizei“ tragen. Im Bereich der Schmuckstraße, die von der Großen Freiheit abzweigt, will die Polizei einen sogenannten Power-Moon installieren, mit dem die Straße ausgeleuchtet wird. Am Jungfernstieg werden weitere Lichtmasten aufgestellt, um den Alsteranleger zu erhellen.

Am Beatles-Platz wird eine mobile Wache mit drei Beamten als Anlaufpunkt dienen. Dieser Bereich werde auch mit stationären Videokameras überwacht, sagte Polizeisprecher Ulf Wundrack. Sollte es im Gedränge dort oder an anderen Stellen zu brenzligen Situationen kommen, werde die Polizei auch mobile Kameras und Bodycams einsetzen. Absperrgitter stünden bereit, um den Zugang zur Großen Freiheit zu begrenzen. Auch der Zustrom von Besuchern an den Landungsbrücken könne auf diese Weise reguliert werden.



Sowohl auf der Elbe als auch der Alster wird die Wasserschutzpolizei das Geschehen von Booten aus im Auge behalten. Die Bundespolizei soll auf den S-Bahnhöfen Präsenz zeigen. Mit den Clubbetreibern auf St. Pauli und den Sicherheitsdiensten seien bereits Handlungsempfehlungen abgesprochen worden, hieß es. Das Social-Media-Team will die Öffentlichkeit über Twitter über den Einsatz informieren. In einem Flyer ruft die Polizei Partygäste auf, ihr Verhalten in großem Gedränge vorher abzusprechen.

Die Einsatzkonzeption orientiert sich den Angaben zufolge an den Empfehlungen einer Bund-Länder-Gruppe, die in Folge der vergangenen Silvester-Ereignisse ihre Arbeit aufgenommen hatte.
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erstellt am 16.Dez.2016 | 17:00 Uhr

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