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Maritime Konferenz in Bremerhaven : Sigmar Gabriel fordert Vertiefung von Weser und Elbe

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Der Bundeswirtschaftsminister spricht sich für eine Weiterentwicklung der deutschen Häfen aus – trotz Umweltrisiken.

Bremerhaven/Hamburg | Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat sich für die Vertiefung von Elbe und Weser ausgesprochen. „Es darf nicht zum Stillstand bei der Entwicklung der Häfen kommen“, sagte Gabriel am Dienstag auf der 9. Nationalen Maritimen Konferenz in Bremerhaven.

Auf der zweitägigen Konferenz diskutieren seit Montag rund 800 Vertreter der maritimen Wirtschaft über die Zukunftsstrategien für ihre Branche. Die maritime Wirtschaft in all ihren Verästelungen bietet 400.000 Arbeitsplätze und erreicht einen Umsatz von 54 Milliarden Euro.

Gabriel rief die Häfen zur Zusammenarbeit auf, um im europäischen Wettbewerb konkurrieren zu können. Es gehe nicht um die Frage, Hamburg, Bremerhaven oder Wilhelmshaven, sagte Gabriel. „Es geht um die Frage, Deutsche Bucht oder Rotterdam.“

Umweltschützer kritisieren in Hamburg die Elbvertiefung. Die Zahl der Tage mit niedrigen Sauerstoffwerten habe sich ihnenzufolge seit der letzten Vertiefung 1999 in Hamburg erhöht. Der seltene Schierlingswasserfenchel sei in Gefahr, ebenso Tideauwälder sowie Laich- und Ruheplätze für Fische. Und viele Bewohner elbnaher Gebiete haben Angst davor, dass die Deiche in Gefahr geraten. Die Befürchtung: In einer tiefer ausgebaggerten Rinne könnte das Wasser schneller strömen. Zuletzt hatte sich der Europäische Gerichtshof in Luxemburg für strenge Auflagen bei der Vertiefung von Weser und Elbe ausgesprochen.

Am Montag hatte bereits Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bedeutung der maritimen Wirtschaft für Deutschland betont und finanzielle Unterstützung für Schifffahrt, Werften und Verkehrsanbindungen für die Seehäfen angekündigt.

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erstellt am 20.Okt.2015 | 11:12 Uhr

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