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Hamburg : Siegfried Lenz ist gestorben

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Schriftsteller starb im Alter von 88 Jahren in Hamburg.

shz.de von
erstellt am 07.Okt.2014 | 12:19 Uhr

Hamburg | Der Schriftsteller Siegfried Lenz ist tot. Er starb am Dienstag im Alter von 88 Jahren im Kreise der Familie. Das teilte sein Verlag Hoffmann und Campe mit. Zu seinen wichtigsten Werken gehören die Romane „Deutschstunde“ (1968) und „Heimatmuseum“ (1978). Besonders beliebt war sein Erzählband „So zärtlich war Suleyken“ (1955) mit humorvollen Geschichten aus Ostpreußen.

Siegfried Lenz, geboren am 17. März 1926 in Lyck, einer Kleinstadt im masurischen Ostpreußen, zählte seit langem zu den bedeutendsten Autoren der deutschsprachigen Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Lenz kam zum Studium der Philosophie, Anglistik und der deutschen Literaturgeschichte nach Hamburg, ehe er 1950/51 als Redakteur für die „Welt“ arbeitete. Seit 1951 lebt er als freier Schriftsteller in der Hansestadt.

Lenz' Bücher sind in rund 30 Ländern und in 22 Sprachen übersetzt und in einer Auflage von mehr als 20 Millionen Exemplaren erschienen. Für sein Œuvre wurde er mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet, darunter der Gerhart-Hauptmann-Preis, der Thomas-Mann-Preis, der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, der Bayerische Staatspreis für Literatur, der Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main sowie seit dem 2. Dezember 2004 die Ehrenbürgerschaft des Landes Schleswig-Holstein.

Lenz engagierte sich auch politisch zum Beispiel für die Aussöhnung mit Polen und Israel. Zum 85. Geburtstag von Lenz (am 17. März 2011) hatte der damalige Bundespräsident Christian Wulff die Verdienste des Autors für das wiedergewonnene Ansehen Deutschlands gewürdigt .Lenz war Ehrenbürger der Hansestadt Hamburg und seiner masurischen Geburtsstadt Lyck, die heute zu Polen gehört und jetzt Elk heißt.

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