Flughafen Hamburg : Sichtbar: In Fuhlsbüttel weicht der Frachthof für neue Gates

<p>Platz schaffen für neues Wachstum: Am Flughafen sind Bautrupps derzeit dabei, den alten Frachthof abzureißen.</p>

Platz schaffen für neues Wachstum: Am Flughafen sind Bautrupps derzeit dabei, den alten Frachthof abzureißen.

Abriss für Neues: Der Rückbau der nicht mehr benötigten Gebäude ist inzwischen gut vorangeschritten.

shz.de von
16. August 2018, 20:45 Uhr

Hamburg | Der Flughafen Helmut Schmidt wächst weiter – und wer genau hinsieht, kann es auch sehen: Im östlichen Bereich des Airports läuft der Abriss des alten Frachthofs, der Platz macht für neue Fluggastbrücken an der so genannten Pier Süd. Insgesamt investiert die Flughafengesellschaft 160 Millionen Euro in die Erweiterung der Kapazitäten.

Seit April gehen die alten Gebäude nahe der Zeppelinstraße nach und nach in Staub auf. Sie sind überflüssig geworden, nachdem vor zwei Jahren ein neues Frachtgebäude in Betrieb genommen worden war. Inzwischen ist der Rückbau sichtbar vorangeschritten, die Fläche ist in weiten Teilen von Gebäuden befreit.

Um den laufenden Flughafenbetrieb so wenig wie möglich zu beeinflussen, brauche es ein gut durchdachtes Konzept für den Abbruch, erläuterte eine Sprecherin. So sei nach der Entkernung an zwei Stellen schrittweise mit dem Abtragen der Frachthallen begonnen worden. Gebäudeteile, die als Lärmschutz für nahe Büros dienen, werden bewusst zuletzt abgerissen. Entlang der Pier Süd schützt zudem eine 1100 Quadratmeter große Staubschutzwand die Nutzflächen unterhalb der Pier.

Nach der Beseitigung des alten Frachthofs soll Deutschlands fünftgrößter Flughafen einen zusätzlichen Vorfeld-Abschnitt erhalten. Investiert werde dabei vor allem in mehr Komfort für Fluggäste, betont die Sprecherin. So sollen an der Rückseite der Pier Süd neue Gates mit Fluggastbrücken entstehen, so dass die Passagiere direkt über die sogenannten Finger vom Terminal ins Flugzeug gelangen. Bustransporte zu Außenpositionen fallen weg. Zusätzlich entstehen auf der unteren Ebene neue Bus-Gates.

Eine solche beidseitige Nutzung der Pier war schon bei den Ursprungsplanungen angedacht gewesen, um auf Bedürfnisse von Passagieren und Fluggesellschaften reagieren zu können.

An dem neuen Vorfeld-Abschnitt errichtet der Airport eine zehn Meter hohe Lärmschutzwand, um umliegende Bürogebäude und Anwohner vor den Geräuschen der Flugzeugpositionen zu schützen. Darüber hinaus wird im Rahmen des Projekts der VIP-Parkplatz teilweise überbaut, um Platz für einen neuen Shopping- und Erlebnisbereich zu schaffen. Die neuen Gates sollen 2021 fertig sein.

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