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Bayern als Vorbild für Hamburg : Senator verordnet Schülern Rechtschreibtests

vom

Hamburgs SPD-Schulsenator Ties Rabe will die Rechtschreibleistungen der Schüler in der Hansestadt verbessern. Helfen soll unter anderem ein Wortschatz von rund 800 Wörtern. Kritik gibt es nicht nur von den Grünen.

shz.de von
erstellt am 07.Jan.2014 | 17:37 Uhr

Hamburg | Maßnahmen zur Verbesserung der Rechtschreibleistungen der Hamburger Schüler hat Schulsenator Ties Rabe (SPD) am Dienstag in Hamburg vorgestellt. So sollen Schüler und Lehrer in Zukunft mit einem Kernwortschatz von rund 800 Wörtern arbeiten – nach bayerischen Vorbild. Zudem wird es einmal im Jahr einen verbindlichen Rechtschreibtest für die ersten zehn Schulstufen geben. Die Tests sollen nicht benotet werden, sondern Orientierung für Lehrer und Schüler bieten. Darüber hinaus soll ein praxisorientierter „Reader“ für Lehrer den Bildungsplan erläutern und Tipps für die Umsetzung im Unterricht geben.

Die Maßnahmen werden nach Rabes Angaben bis Sommer 2014 erarbeitet, vom Schuljahr 2014 an schrittweise und vom Schuljahr 2015/2016 an flächendeckend greifen.

Die umstrittene Unterrichtsmethode „Lesen durch Schreiben“, bei der Kinder erst nach Gehör schreiben lernen, sei nicht mit dem Hamburger Lehrplan vereinbar, betonte Rabe. Einzelne Elemente daraus könnten aber durchaus im Unterricht verwendet werden. „Wir wollen alle gemeinsam dafür sorgen, dass die Rechtschreibung besser wird, aber eine bestimmte Methode oder ein bestimmtes Verhalten für das Nachlassen der Leistung zu identifizieren, das habe ich von Anfang an für nicht richtig gehalten“ erklärte Rabe.

In ersten Reaktionen bezeichneten die Grünen die Einführung des Kernwortschatzes als Aktionismus. Die CDU begrüßte die Einführung, kritisierte aber, dass die Verbesserung der Rechtschreibung nicht in den Bildungsplänen festgeschrieben wird.

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