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DGzRS-Lied statt Spendenschiffchen : Seenotrapper singen für die Seenotretter

vom
Aus der Onlineredaktion

Um Spenden zu sammeln muss man sich immer wieder etwas Neues einfallen lassen - zum Beispiel rappen.

von
erstellt am 05.Feb.2015 | 11:34 Uhr

Hamburg | Es gilt als Klingelbeutel der Seefahrt: das rot-weiße, 32 Zentimeter lange Spendenschiffchen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger - kurz DGzRS. Vermutlich jeder hat es schon einmal gesehen. Es steht in Kneipen, Friseursalons und vielen anderen öffentlichen Orten. Aber was hat es damit auf sich? Wer das nicht weiß, dem hilft ein neues Lied. Das Video dazu entwickelt sich aktuell zu einem viralen Hit im Internet.

Zwei junge Männer in Kaputzenpulli und gelber Regenjacke stehen in Hamburg am Elbstrand. Sie rappen „Was wisst ihr über Wind und Wetter? Nicht so viel wie die Seenotretter!“ Statt über Sex, Drogen oder Rock'n Roll singen Blowm und Reddich alias Neptuns Enkel über die Arbeit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. So heißt es etwa: „Von Rügen bis nach Westerland, von Borkum bis nach Helgoland. Wir holen Dich von der Sandbank oder aus der Nebelwand.“ Oder: „Wir gehen raus, wenn andere reinkommen. Nehmen Leute auf, die Schiffbruch erleiden und nicht mehr Heim kommen.“

Der Videoclip zum Lied wurde am 29. Januar auf Facebook veröffentlicht: Seitdem wurde er fast 250.000 Mal aufgerufen, über 3000 Nutzer klickten „Gefällt mir“, ähnlich viele teilten den Film. Entstanden ist das Video bei einem studentischen Wettbewerb der Hamburger Kunsthochschule Alsterdamm, den GWA Junior Agency Awards. Die beiden professionellen Rapper Blowm und Reddich interpretieren das Lied.

Die Aktion ist schon jetzt ein Erfolg. Ähnlich wie bei der „Ice Bucket Challenge“, die über soziale Medien auf die ALS-Krankheit aufmerksam machte, rücken die Seenotrapper die Seenotretter in den Fokus der Öffentlichkeit. Ziel ist es, die Arbeit der Retter mit zu finanzieren. Und so hat auch das kleine, rot-weiße Spendenschiffchen seinen Auftritt, wenn Blowm und Reddich ganz norddeutsch sagen: „Wer bezahlt denn das alles? Spenden. Von dir, von mir, von Oma Knut...“

Wer die Seenotretter unterstützen will, kann neuerdings die kreativ gestalteten Kapuzenpullis aus dem Video kaufen. Von jedem Pullover gehen fünf Euro als Spende an die Seenotretter.
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