Stadtreinigung : Schrottreife Fahrräder in Hamburg: 1200 Fahrradleichen seit Januar

Ausgemusterte Fahrräder findet man vielerorts in Hamburg.
Ausgemusterte Fahrräder findet man vielerorts in Hamburg.

Fahrradleichen vermüllen immer wieder Hamburgs Straßenränder. Wenn sie zum Verkehrshindernis werden, kümmert sich die Stadtreinigung um die Entsorgung.

shz.de von
23. Mai 2015, 11:06 Uhr

Hamburg | Sie blockieren Straßenränder, gefährden die Verkehrssicherheit und besetzen Fahrradstellplätze: 1200 herrenlose Fahrräder hat die Stadtreinigung Hamburg seit Januar dieses Jahres in der Hansestadt entsorgt. „Im Laufe des Jahres wird sich die Zahl vermutlich wieder auf dem Niveau der Vorjahre einpegeln“, sagte Reinhard Fiedler, Pressesprecher der Stadtreinigung. 2014 mussten rund 3000 Fahrrad-Wracks entfernt werden, 2013 waren es 3400 Räder.

„In Stadtteilen wie Eimsbüttel, Altona oder Winterhude sammeln sich in einigen Straßenzügen trotz regelmäßiger Entfernung immer wieder neue Schrotträder, die wir dann im Auftrag der Bezirksämter verschrotten“, erklärte der Sprecher weiter.

Gegen Fahrrad-Leichen kämpfen Stadt und Stadtreinigung mit Entrümplungsaktionen. In den Hamburger Bezirken wird im Frühjahr unter dem Motto „Schrotträder entfernen“ konzentriert nach den herrenlosen Fahrrädern gefahndet. Dabei werden die Wracks mit neonfarbenen Banderolen gekennzeichnet, die mit einer Frist versehen werden. 14 Tage hat der Besitzer danach Zeit, sein Rad wegzuschaffen, sonst droht die Verschrottung. Bei der Frühjahrsputzaktion „Hamburg räumt auf“ wird auch in der Alster nach Schrotträdern getaucht.

Besonders oft sammeln sich die Fahrradleichen laut Stadtreinigung im Umfeld von Bahnhöfen oder engen, dicht bebauten Altbauquartieren an. Die Kosten für die Beseitigung werden nicht extra berechnet, sondern kommen aus den Mitteln für die Entsorgung von wilden Müllablagerungen. 2014 kostete das die Stadtreinigung 4,2 Millionen Euro.

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