Hausgeburt in Hamburg : Schneller als die Feuerwehr: Beamter wird zum Geburtshelfer am Telefon

Als der Notruf bei der Leitstelle eingeht, geht es ganz schnell. Erst kurz nach der Geburt kommt der Rettungswagen.

shz.de von
07. Juli 2018, 12:43 Uhr

Hamburg | „Bei meiner hochschwangeren Frau haben die Wehen eingesetzt.“ Mit diesem Satz meldete sich am Freitagabend um 20.20 Uhr ein Familienvater über den Notruf 112 bei der Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg. Der Beamte am Telefon beruhigte den Vater zunächst und fragte nach der Adresse, um den nächstgelegenen Rettungswagen zur Hilfe zu schicken. Zwei Notfallsanitäter machten sich sogleich auf den Weg in den Schulenbrooksweg. Der sogenannte Calltalker, der außerdem in Geburtshilfe geschult war, begleitete den werdenden Vater weiterhin am Telefon.

Allerdings hatte es das zweite Kind der Familie eilig und war am Ende schneller als die Feuerwehr. Der Beamte unterstützte die Eltern bei der Entbindung des Jungen, der kurz darauf das Licht der Welt erblickte. 

Als die Besatzung des alarmierten Rettungswagens wenige Augenblicke später die Wohnung der Familie erreichte, fanden sie dort die glücklichen Eltern eines munteren Jungen vor. Nachdem sie das Neugeborene zusammen mit dem Vater abgenabelt und Mutter und Kind versorgt hatten, machten sie sich dann allesamt mit dem Rettungswagen auf den Weg zur Weiterversorgung und Untersuchung in die bereits vorher angemeldete Klinik für Geburtshilfe.

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