Branche in Deutschland : Schiffbau-Zulieferer behaupten sich stabil auf den Weltmärkten

Die deutschen Schiffsbau-Zulieferer behaupten sich am Weltmarkt. Dieser Propeller entstand in der Mecklenburger Metallgus GmbH in Waren und ist für die Daewoo-Werft in Südkorea bestimmt.
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Die deutschen Schiffsbau-Zulieferer behaupten sich am Weltmarkt. Dieser Propeller entstand in der Mecklenburger Metallgus GmbH in Waren und ist für die Daewoo-Werft in Südkorea bestimmt.

Die maritime Zulieferindustrie in Deutschland ist deutlich größer als die Schiffbaubranche selbst und orientiert sich am Weltmarkt. Das bringt ihr stabile Umsätze und Erträge ein.

shz.de von
30. Juni 2015, 06:50 Uhr

Hamburg | Die Schiffbau- und Offshore-Zulieferindustrie stellt am Dienstag (11 Uhr) in Hamburg ihren Bericht über das Jahr 2014 und die aktuelle Lage der Branche vor. Sie besteht in Deutschland aus rund 400 Industrieunternehmen mit einem Jahresumsatz von zuletzt 11,9 Milliarden Euro. Mit annähernd 70.000 Mitarbeitern beschäftigen die Zulieferbetriebe mehr als drei mal so viele Arbeitnehmer wie die deutschen Werften.

Viele der Zulieferunternehmen sind nicht in den Küstenländern ansässig, sondern in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Sie produzieren maritime Komponenten, Motoren, Kommunikations- und Steuertechnik für die Werften in der EU ebenso wie für die drei großen Schiffbauländer China, Korea und Japan. Der Exportanteil beträgt mehr als 70 Prozent.

Während die Schifffahrt in den vergangenen Jahren eine Dauerkrise erlebte, wurden die Werften und damit auch die Zulieferer nicht ganz so hart getroffen. Das lag zum einen an innovativen Produkten, mit denen die Reeder Treibstoff und Kosten sparen konnten. Zum anderen hat die Offshore-Industrie neue Nachfrage für die Zulieferbranche nach sich gezogen. Das gilt sowohl für die Förderung von Öl und Gas auf hoher See wie auch für die Windenergie.

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