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Auktion in Hamburg : Schätze von Helmut Schmidt für über 100.000 Euro versteigert

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Einige Kostbarkeiten aus seinem Besitz wurden am Wochenende in Hamburg versteigert. Eine Schatulle brachte 40.000 Euro.

shz.de von
erstellt am 01.Okt.2017 | 14:10 Uhr

Erneut sind auf einer Auktion in Hamburg Gegenstände aus dem persönlichen Besitz von Altkanzler Helmut Schmidt (1918-2015) versteigert worden. „Insgesamt haben die 41 Gegenstände 100.940 Euro gebracht“, wie Geschäftsführer Michael Kerle vom Auktionshaus Stahl am Samstag der Deutschen Presse-Agentur sagte. „Wir haben alles verkauft.“ Die Objekte stammen aus dem Nachlass von Schmidts letzter Lebensgefährtin Ruth Loah (1933-2017). Bei einem Großteil der Objekte handele es sich um Geschenke, die Schmidt von Staatsoberhäuptern oder auf Reisen überreicht bekommen und später an Loah weitergegeben habe.

Wer war Ruth Loah?

Ruth Loah wurde am 27. September 1933 in Hannover als Tochter eines Facharbeiters geboren. Später arbeitete sie in Hamburg für Schmidt schon während dessen Zeit als Innensenator als Sekretärin. Sie half dem SPD-Politiker unter anderem bei Buchprojekten. Später betreute Loah Schmidts Privatarchiv und arbeitete auch für ihn bei der Wochenzeitung „Die Zeit“. Am 23. Februar 2017 erlitt Ruth Loah im Alter von 83 Jahren einen Herzschlag und starb.

In welcher Beziehung stand sie zu Helmut Schmidt?

Ruth Loah gilt als letzte Liebe des Altkanzlers. Helmut Schmidt hatte sich 2012 – zwei Jahre nach dem Tod seiner Frau Loki – öffentlich zu der Beziehung mit Ruth Loah bekannt. Bereits zuvor war sie Jahrzehntelang seine enge Vertraute. Wie wichtig die damals neue Lebensgefährtin für Schmidt war, brachte der Hamburger anlässlich seines 95. Geburtstags zum Ausdruck: „Ohne Ruth wäre ich heute nicht mehr da.“

Den höchsten Preis erzielte dabei eine Schatulle aus Sterlingsilber, die Schmidt vermutlich 1978 beim Besuch von Königin Elizabeth II. überreicht wurde. Das Startgebot dafür liegt bei 3500 Euro. Sie ging für 40.000 Euro an einen chinesischen Bieter. Hinzu kam das sogenannte Aufgeld. Das waren in diesem Fall fast 10.000 Euro.

Vergoldete Silberschatulle mit Monogramm von Elisabeth II.
Vergoldete Silberschatulle mit Monogramm von Elisabeth II. Foto: Auktionshaus Stahl

Eine Goldmedaille mit dem Porträt von Schmidt, die er 1976 bei einem Besuch in Philadelphia zur Zweihundertjahrfeier der USA bekam, brachte 5500 Euro ein, eine Tischuhr 11.000 Euro. Für eine Flasche Wein bot ein Interessent 1900 Euro. Eine Schatulle mit Raucherutensilien ging für 4600 Euro weg.

Erst Anfang September hatte das Kunstauktionshaus Schloss Ahlden in der Lüneburger Heide eine goldene Zigarettenschatulle des früheren Bundeskanzlers für fast 54.000 Euro versteigert. Das war ungefähr das Doppelte des Schätzwertes.

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