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Nach Nazi-Skandal in Hamburg : SC Osterbek zieht dritte Herrenmannschaft zurück

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Nach den rechtsextremen Vorfällen in der letzten Saison weigerte sich der SC Sternschanze, am vergangenen Sonntag gegen die Dritte Herren des SC Osterbek anzutreten. Der Verein hat nun reagiert.

shz.de von
erstellt am 16.Sep.2014 | 10:23 Uhr

Hamburg | Vorfälle mit rechtsextremem Hintergrund auf dem Platz und Facebook-Fotos mit Nazi-Symbolen: In der vergangenen Saison machte die Dritte Herrenmannschaft des SC Osterbek negativ auf sich aufmerksam. Die Fünfte Herren des SC Sternschanze hatte sich daraufhin in der letzten Woche geweigert, in Zukunft gegen den SC Osterbek anzutreten.

Jetzt wurde bekannt, dass der SC Osterbek seine Dritte Herrenmannschaft aus der Leistungsklasse B, Staffel III zurückgezogen hat. Der Verein reagiert damit auf die Affäre um fünf rechtsextremistische Spieler des Teams. In einer am Montag vom Hamburger Fußball-Verband (HFV) veröffentlichten Presseerklärung heißt es: „Die Mannschaft wird nicht weiter am Spielbetrieb des HFV teilnehmen.“

Der SC Sternschanze konnte die rechtsextremistische Gesinnung von fünf Osterbeker Spielern belegen, so der HFV. Die Mannschaft hatte auf Facebook recherchiert und zahlreiche Neonazi-Symbole gefunden. Zum Teil als Tätowierungen, aber auch in Form von Texten. Zunächst hatte der SC Osterbek die betroffenen Spieler vom Mannschaftsbetrieb ausgeschlossen. Der Verein wünsche sich, dass nicht alle Spieler der Dritten Herren als Nazis abgestempelt würden und die Mannschaft weiterspielen kann, äußerte sich Osterbeks Präsident Jürgen Lehmann sich zu dem Vorfall.

Ein geplantes Gespräch zwischen dem SC Osterbek und dem Präsidium des HFV soll trotz des Rückzugs der Mannschaft vom Spielbetrieb stattfinden. Auch die für den kommenden Donnerstag terminierten Beratungen des HFV-Präsidiums bleiben bestehen. „Der Schritt des SC Osterbek ist konsequent. Auch der HFV wird weiterhin klare Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen“, sagte HFV-Geschäftsführer Karsten Marschner gegenüber dem Hamburger Abendblatt. Im Zentrum der Gespräche stehe nun die Frage, ob die besagten fünf Spieler innerhalb der Mannschaft Sympathisanten für ihre rechtsextreme Gesinnung hatten. Der HFV behält sich Ausschlussverfahren gegen Einzelpersonen vor.

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