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Hamburger UKE und Asklepios Kliniken : Rund 1000 Mitarbeiter demonstrieren für mehr Gehalt

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Die Pflegekräfte am Hamburger UKE und den Asklepios Kliniken sollen nach dem Willen der Gewerkschaft Verdi besser entlohnt werden. Nach der ersten Tarifrunde ruft die Gewerkschaft jetzt zum Warnstreik.

shz.de von
erstellt am 08.Apr.2014 | 06:30 Uhr

Hamburg | Ein Warnstreik der Pflegekräfte hat am Dienstag die Krankenversorgung in Hamburg eingeschränkt. Rund 1000 Krankenhaus-Mitarbeiter beteiligten sich nach Angaben der Gewerkschaft Verdi am Vormittag an einer Kundgebung im Stadtteil St. Georg. Auch viele Auszubildende beteiligten sich an der Demonstration. „Wenn ich aus Geldgier meine Zukunft verlier'“ stand auf einem Banner, „Mehrwert für die Unternehmen - und für uns?“ auf einem anderen. Die Azubis verlangen garantierte unbefristete Übernahmen und kleinere Ausbildungsklassen.

Neun Krankenhäuser sind betroffen - eine Notfallversorgung sei aber gewährleistet. Verdi fordert für die etwa 14.000 Pflegekräfte Gehaltserhöhungen von 150 Euro sowie ein weiteres Lohnplus von 3,5 Prozent. Auch Nacht- und Bereitschaftszuschläge sollen steigen. „Der Arbeitgeberverband hat eine große Chance vertan“, sagte Hilke Stein, die für Verdi die Verhandlungen führt.

Der Krankenhaus Arbeitgeberverband (KAH) hält die Tarifforderung mit einem - nach seinen Berechnungen - Gesamtanstieg von rund zehn Prozent für überzogen. Die Gewerkschaft bewege sich weit oberhalb der aktuell in Deutschland verhandelten vergleichbaren Tarifverträge, hatte der KAH mitgeteilt. Ein eigenes Angebot legte der KAH noch nicht vor. „Die Arbeitgeber haben uns im Regen stehen lassen“, sagte Stein.

Die Gewerkschaft Verdi hatte die Pflegekräfte der Hamburger Krankenhäuser im Vorfeld zu einem Warnstreik aufgerufen. Am Dienstag solle die Arbeit in der Frühschicht sowie in der Spätschicht niedergelegt werden, teilte Verdi mit.

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