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Nach Wahlniederlage : Rüdiger Kruse will CDU-Vorsitzender in Hamburg werden

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Der Bundestagsabgeordnete gab nach der Wahlpleite der Partei am Samstag seine Kandidatur bekannt. Statt Stuhlkreis fordert er einen christdemokratischen Kompass für seine Partei

shz.de von
erstellt am 21.Feb.2015 | 15:59 Uhr

Hamburg | Der Bundestagsabgeordnete Rüdiger Kruse will neuer Landesvorsitzender der Hamburger CDU werden. Nach der Niederlage seiner Partei bei der Bürgerschaftswahl wolle er für eine Stadt kämpfen, die nicht nur verwaltet wird, sagte der 53-Jährige bei einem Pressegespräch am Samstag in Hamburg. Der bisherige Landesvorsitzende Marcus Weinberg war vergangene Woche nach Wahlschlappe zurückgetreten. Kommendes Wochenende will der CDU-Landesvorstand über die Wahl eines neuen Vorsitzenden beraten.

Nach der „erschütternden Wahl“ gehe es darum, die Koalitionsverhandlungen kritisch zu begleiten und das eigene Profil zu entwickeln, sagte Kruse. „Der christdemokratische Kompass muss wieder erkennbar sein“, forderte der gebürtige Hamburger. Viele Werte, wie das Credo einer wachsenden Stadt, seien mit der schwarz-grünen Koalition von 2008 bis 2010 in Vergessenheit geraten.

Sie gelte es wiederzubeleben. Dabei gehe es nicht darum, Law-and-Order-Partei zu werden, sondern darum, auch strittige Themen wie den Umgang mit Flüchtlingen, vor dem Hintergrund christlicher Werte und geltender Gesetze zu entscheiden.

Für die Hamburg-CDU hat sich Kruse, seit 2011 stellvertretender Landesvorsitzender, viel vorgenommen: „Wir brauchen keinen Stuhlkreis und keine therapeutische Gruppensitzung.“ Es gelte, das Leitbild einer Stadt zu entwerfen, die auf Innovation und Wachstum setzt und etwa für die Industrie nach der Luftfahrt neue Cluster entwickelt.

Man müsse Handel und Gewerbe stärken und daran arbeiten, dass Hamburg Nummer eins unter den deutschen Universitätsstandorten wird. Die Zahl der Parteimitglieder sei seit der Wahl nicht gesunken. Die Partei habe die gleiche Schlagkraft und die müsse genutzt werden. „Wichtig ist, dass wir nun zügig die rot-grünen Koalitionsverhandlungen kritisch begleiten. Ein künftiger Senat wird zahlreiche Angriffsflächen bieten“, sagte Kruse.

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