Hamburg : Rote Flora: Gespräche über Zukunft

Streitobjekt: Die Rote Flora im Hamburger Schanzenviertel.
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Eigentümer Klausmartin Kretschmer liegt wegen der „Roten Flora“ seit langem im Clinch mit der Stadt.

Klausmartin Kretschmer, Eigentümer der „Roten Flora“, ist zahlungsunfähig. Wird jetzt über einen Rückkauf des Kulturzentrums verhandelt?

shz.de von
20. August 2014, 12:10 Uhr

Hamburg | Nach der Zahlungsunfähigkeit des Eigentümers der „Roten Flora“ haben sich der Insolvenzverwalter und Vertreter der Stadt zu Gesprächen über die Zukunft des linksautonomen Kulturzentrums getroffen. „Die Gespräche sind in einem ganz frühen Stadium“, sagte Insolvenzverwalter Nils Weiland am Mittwoch. Zuvor hatte das „Hamburger Abendblatt“ über Rückkauf-Gespräche berichtet. Weiland wollte allerdings auf dpa-Anfrage nicht bestätigen, dass der Rückkauf Inhalt der Unterredungen war. Auch die Finanzbehörde äußerte sich nicht.

Eigentümer Klausmartin Kretschmer liegt wegen der „Roten Flora“ seit langem im Clinch mit der Stadt. Der SPD-Senat hatte Kretschmer angeboten, das seit bald 25 Jahren besetzte ehemalige Theater zur Wahrung des Friedens in der Stadt zurückkaufen – was dieser bisher verweigerte. Er wollte stattdessen auf dem Grundstück am Schulterblatt ein fünf- bis sechsgeschossiges, kommerzielles Kulturzentrum errichten und stellte entsprechende Bauvoranfragen.

Doch dann eröffnete das Amtsgericht Hamburg am 22. Mai ein Insolvenzverfahren, weil Kretschmer seine Schulden nicht mehr bezahlen kann. Die Summe der Forderungen beläuft sich laut Weiland auf einen „unteren siebenstelligen Bereich“.

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