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Nach Krawallen in Hamburg : „Rote Flora“: Demonstranten demolieren Zug

vom

Die Krawalle gingen auch nach den Protesten um die „Rote Flora“ im Schanzenviertel weiter: Auf der Rückfahrt Richtung Mecklenburg-Vorpommern nehmen Demonstranten einen Zug auseinander. Die Politik will die Ausschreitungen vom Samstag erst 2014 aufarbeiten.

shz.de von
erstellt am 23.Dez.2013 | 13:04 Uhr

Hamburg | Nach den schweren Krawallen im Hamburger Schanzenviertel haben am Samstag nach Angaben der Bundespolizei Demonstrationsteilnehmer auf der Rückfahrt in ihre Heimatorte in einem Zug randaliert. Mit Nothämmern seien Lampen und Scheiben zerschlagen worden, ein ganzes Abteil sei mit Parolen beschmiert worden, teilte die Polizei am Montag mit.

Die massiven Sachbeschädigungen seien festgestellt worden, nachdem die Randalierer in Schwerin aus dem Regionalexpress in einen anderen Zug nach Berlin umgestiegen waren. Der betroffene Wagen musste in Rostock aus dem Bahnverkehr genommen werden, hieß es. Die Schadenshöhe wird laut Bundespolizei noch ermittelt.

Die parlamentarische Aufarbeitung der Krawalle beginnt erst im kommenden Jahr. Ein Antrag der Grünen auf eine Sondersitzung des Innenausschusses an diesem Freitag sei aus terminlichen Gründen abgelehnt worden, sagte die Grünen-Innenexpertin Antje Möller am Montag. Stattdessen habe der Ausschussvorsitzende Ekkehard Wysocki (SPD) eine Sitzung im Januar in Aussicht gestellt. Der nächste reguläre Innenausschuss ist für den 30. Januar terminiert.

Bei den schwersten Krawallen seit Jahren waren am Samstag in Hamburg zahlreiche Polizisten und Demonstranten verletzt worden. Während und nach einer Demonstration für den Erhalt des linken Kulturzentrums „Rote Flora“ waren Beamte mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern beworfen worden. Die Einsatzkräfte setzten Schlagstöcke, Wasserwerfer und Tränengas ein. Die Polizei sprach von 7300 Demonstrationsteilnehmern, mehr als die Hälfte wurde dem linksextremistischen Spektrum zugeordnet. 

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