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Ex-HSV-Torhüter vor Gericht : Rosenkrieg im Hause Rost mit gerichtlichem Nachspiel

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Der ehemalige Torwart Frank Rost muss sich erneut wegen eines heftigen Ehestreits mit seiner Noch-Gattin vor Gericht verantworten. Der Freispruch des Oberlandesgerichtes wurde aufgehoben.

Hamburg | Frank Rost (42), ehemaliger Torhüter des Fußballbundesligisten HSV, muss sich am kommenden Dienstag wegen Vortäuschens einer Straftat vor dem Landgericht verantworten. Hintergrund ist ein heftiger Trennungsstreit mit Ehefrau Susann vor zwei Jahren, bei dem es um den Porsche Cayenne des Paares ging.

Seit 1999 ist Frank Rost mit seiner Frau Susann verheiratet. Der öffentliche Rosenkrieg des Paares dauert schon seit August 2013 an.

Der Fall beschäftigt die Gerichte nicht zum ersten Mal. In erster Instanz war Rost zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt, in zweiter freigesprochen worden. Nachdem das Hanseatische Oberlandesgericht dieses Urteil aufgehoben hat, muss das Landgericht die Sache nun nochmals verhandeln.

Laut Anklage erschien Frank Rost am 1. August 2013 im Polizeikommissariat in Osdorf und erstattete Strafanzeige gegen Unbekannt. Er gab an, Fahrzeugbrief und beide Fahrzeugschlüssel des Cayenne seien aus dem Tresor seines Hauses in Blankenese entwendet worden. Die Fahnder nahmen die Ermittlungen auf, kamen aber zu der Überzeugung, dass gar kein Verbrechen vorlag.

Laut Staatsanwaltschaft war dem ehemaligen Fußballprofi bekannt, dass nicht Einbrecher die Gegenstände hatten mitgehen lassen, sondern seine Noch-Gattin. Laut Anklägern hatte Rosts getrennt lebende Ehefrau Schlüssel und Kfz-Brief an sich genommen, um im Falle der Scheidung „zivilrechtliche Ansprüche zu sichern“.

Laut „Hamburger Morgenpost“ soll der Ex-Profi (Spitzname: „Fäustel“) seiner Frau bei deren Auszug gedroht haben: „Gewöhn' dich schon mal daran zu laufen!“ Dann habe er die Nummernschilder vom Porsche abgerissen und angekündigt, die Garage zu verrammeln.

Aus Angst, Frank werde ihr den Wagen wegnehmen, deponierte die 41-Jährige Schlüssel und Papiere bei einer Freundin. Der Ehemann habe dies gewusst, so die Anklage, und bei der Polizei eine Straftat vorgetäuscht, die es nicht gab. So hatte es auch das Amtsgericht in erster Instanz bewertet und den HSV-Keeper (2007 bis 2011) zu 50 Tagessätzen à 200 Euro verurteilt.

Rost ging in Berufung und erhielt vor dem Landgericht Recht. Allerdings erwirkte die Staatsanwaltschaft in der Revision vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht (OLG) eine Aufhebung dieses Freispruchs. Dem Rost-Anwalt sagte der OLG-Richter seinerzeit: „Ich rate zu prüfen, ob die Hamburger Justiz nichts Besseres zu tun hat und ob der Mandant nicht einfach sagt: ,Da hab ich was falsch gemacht und dann zahl ich das jetzt.‘“ Frank Rost will sich zu dem laufenden Verfahren nicht äußern.

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erstellt am 08.Apr.2016 | 17:14 Uhr

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