„Mongols" vs. „Hells Angels“ : Rocker-Razzien in Hamburg: Polizei beschlagnahmt Waffen

Im Dezember wurden zwei Mongols-Mitglieder in einem Taxi angeschossen, Anfang Januar dann wurde die Soko 'Rocker' gebildet. 
Im Dezember wurden zwei Mongols-Mitglieder in einem Taxi angeschossen, Anfang Januar dann wurde die Soko "Rocker" gebildet. 

24 Rocker hat die Soko „Rocker" in Hamburg-St. Pauli am Donnerstag durchsucht. Ein Verfahren wurde eingeleitet.

shz.de von
08. Januar 2016, 14:20 Uhr

Hamburg | Die Soko „Rocker“ hat in Hamburg-St. Pauli wieder mehrere Razzien durchgeführt. Insgesamt 24 mutmaßliche Rocker seien am Donnerstagabend in zwei Lokalen nach Waffen durchsucht worden, teilte die Polizei am Freitag mit. Auch Fahrzeuge wurden überprüft.

Seit Monaten gärt der Streit zwischen den Rockergruppen im Hamburger Rotlichtviertel. Vor fünf Jahren tobte auch in Schleswig-Holstein ein Machtkampf zwischen den Hells Angels und den Bandidos. Das Innenministerium griff hart durch und verbot die beteiligten Gruppierungen aus Flensburg, Kiel und Neumünster.

Dabei fanden die Ermittler zwei Messer und einen Teleskopschlagstock. Ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz wurde eingeleitet.

Bereits in der Nacht zum Donnerstag hatte die Polizei sieben Männer aus dem Rockermilieu auf St. Pauli kontrolliert und Stichwaffen beschlagnahmt. Hintergrund sind Auseinandersetzungen zwischen den Mongols und den in Hamburg verbotenen „Hells Angels“. Um Eskalationen entgegenzuwirken, hatte die Polizei Anfang Januar die Gründung der Sonderkommission „Rocker“ bekanntgegeben.

Erst Ende des vergangenen Jahres kam es zwischen den beiden verfeindeten Rockergruppen zum Eklat: Im Dezember waren zwei Mongols-Rocker in einem Taxi angeschossen worden. Zwölf Mitglieder der Hells Angels wurden daraufhin festgenommen, mangels Beweisen aber wieder freigelassen.

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