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Konzert in Hamburg : Robbie Williams heiratet auf der Bühne

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Der britische Sänger zeigt beim Konzert in der ausverkauften O2 World in Hamburg sein ganzes Showtalent. Robbie Williams swingt, führt einen Fan vor den Altar und holt seinen Vater für ein Duett auf die Bühne.

Hamburg | Dieser Mann weiß sich in Szene zu setzen: Inmitten einer Rauchschwade kommt Robbie Williams aus dem Boden auf die Bühne emporgefahren. 12.000 Menschen in der ausverkauften O2 World sind begeistert. Mit „Shine My Shoes“ beginnt der britische Sänger eines von zwei Konzerten in Hamburg, bei denen er sein Album „Swing Both Ways“ präsentiert.

Es geht schnell voran. Schon beim zweiten Lied – dem Jazz-Klassiker „Puttin’ On The Ritz“ von 1929 – bringt er das Publikum zum Mitsingen. Er selbst hat sich bereits zu diesem frühen Zeitpunkt seines insgesamt zweistündigen Auftritts leichtfüßig tänzelnd so ins Zeug gelegt, dass der Schweiß über sein Gesicht läuft - gut zu sehen auf den zwei großen Videoleinwänden neben der Bühne. Mit all der Hingabe nicht genug, Williams geht sogar vor seinem Publikum auf die Knie, weil er von der Stimmung überwältigt ist. Dieser Mann weiß einfach, was seine Fans sehen wollen.

Williams liebt das Spiel mit dem Publikum. Er winkt, klatscht Hände ab, zieht Grimassen. Der Höhepunkt des Kontakts zu den Fans ist eine Hochzeit zum Song „That’s Amore“. Der Sänger zieht Silvia aus der Masse und führt sie vor den Altar. „Will you be his Showbiss-Wife?“ – „Yes!“

Zwischen zwei Liedern inszeniert Williams eine Art Signierstunde. Er gibt sein Autogramm auf ein Smartphone und Schuhe. Dann sieht er ein Plakat, auf dem steht, dass er etwas darauf malen solle. Der Spaßvogel lässt sich nicht lange bitten und zeichnet spontan ein männliches Geschlechtsteil. Auch mit 40 Jahren scheint Williams nicht erwachsen zu werden. Die Signierstunde endet mit einem Geburtstagsständchen für Julie – gesungen von Williams und 12.000 Gästen in der Halle. Sympathisch bewegend.

Schöne Momente wie diesen gibt es bei diesem Konzert immer wieder: Etwa als Williams einen Hamburger Kinderchor um sich versammelt, um gemeinsam Frank Sinatras „High Hopes“ zu singen, oder als das ehemalige Take-That-Mitglied seinen Vater auf die Bühne bittet. Beim Duett zu „Do Nothin’ Till You Hear From Me“ wird deutlich, woher Williams sein Showtalent hat.

Williams Vater schien seinen Spaß zu haben. Und mittlerweile weiß ja auch Robbie, wie es ist Vater zu sein. „Go Gentle“ singt er demnach für seine Tochter Theodora Rose, die im September 2012 zur Welt kam. Vermutlich gab es hierbei eine kollektive Gänsehaut.

Schließlich darf „Angels“ – wohl eine der größten Pop-Balladen schlechthin – nicht fehlen. Und nach Sinatras „My Way“ und „Sensational“ erklärt Williams, dass der Abend wie ein Traum gewesen sei. 12.000 Fans werden das nicht bestreiten. Heute Abend können sich weitere 12.000 Gäste ebenfalls begeistern lassen, wenn Williams sein zweites Hamburger Konzert gibt.

Robbie Williams ist ohne Frage ein Ausnahmekünstler. Seine Konzerte in Hamburg sind Anlass, einen Blick auf die größten Stationen seiner Karriere zu werfen:

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erstellt am 22.Mai.2014 | 07:21 Uhr

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